01. Januar 2019, 20:08 Uhr

Wolfgang R. Werda zeigt Sternenbilder in der Galerie

01. Januar 2019, 20:08 Uhr
Hier ist ein Lagunennebel im Zentrum der Milchstraße zu sehen – im Himmel über Namibia. (Foto: Werda)

Wer derzeit das Irish Pub »Galerie« in der Usagasse 28 betritt, der sieht viele Sterne – allerdings an den Wänden der Traditionskneipe, die lokalen Künstlern immer wieder ein Forum für ihre Arbeiten bietet. Aktuell sind Fotografien von Wolfgang R. Werda zu sehen. Unter dem Titel »Weißt du, wieviel Sterne stehen?« zeigt der Hobby-Astronom und -Fotograf Aufnahmen von Sternenbildern, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Deep Sky werden diese Aufnahmen genannt.

Seit seiner Kindheit interessiert sich der Bad Nauheimer, der aus dem Ruhrgebiet stammt, für Astronomie. »Schuld war der Besuch des Bochumer Planetariums in der 4. Klasse. Ich war sofort fasziniert, das hat mich nicht mehr losgelassen«, erzählt Werda, aktives Mitglied der Volkssternwarte Wetterau. Werda wird von seinen Freunden »Orion« genannt, nicht zuletzt wegen seiner »himmlischen Bilder«.

Die Deep-Sky-Fotografien entstehen mit Hilfe eines Teleskops. Anstelle des Okulars wird mit einem speziellen Verbindungsstück eine digitale Spiegelreflexkamera mit Fernauslöser an das Teleskop angebracht. Bis 2004 entstanden die Bilder mit einer Pentax noch analog, danach stieg Werda auf eine Nikon-Digitalkamera um. Das Prozedere hat sich jedoch nicht geändert. Bei hoher Lichtempfindlichkeit und langer Belichtungszeit von einer bis zu zehn Minuten entstehen die »Sternenbilder«, die anschließend mit einer speziellen Deepsky-Software bearbeitet werden.

Klarer Himmel über Namibia

So entstehen faszinierende Aufnahmen der Milchstraße. Fotografiert hat Werda den Sternenhimmel nicht nur in heimischen Gefilden. Mehrmals reiste er unter anderem nach Namibia. Dort sind weit mehr Sterne am Himmel zu erkennen als in Deutschland. Werda: »Die Lichtverschmutzung ist bei uns schon extrem. In Frankfurt erkennt man vielleicht 250 Sterne, von der Sternwarte auf dem Johannisberg vielleicht 1000, aber in Namibia bestimmt 6000.« So sind die in Namibia oder auch in Marokko entstandenen Aufnahmen auch diejenigen, die am meisten beeindrucken, wie der Lagunennebel im Zentrum der Milchstraße. »Das ist eine Sternengeburtsstätte«, erläutert Werda. Wie es um die Lichtverschmutzung in Deutschland steht, zeigen auch drei Sonnenuntergänge, aufgenommen in Frankfurt, auf der Insel Norderney und vom Hakos-Berg in Namibia. »Je weiter weg, desto schöner werden die Aufnahmen«, fasst Werda seine Erfahrungen zusammen.

Noch bis Anfang Februar können die Sternenbilder und Sonnenaufgänge während der Öffnungszeiten der Galerie, montags bis samstags ab 20 Uhr, besichtigt werden.

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