08. Mai 2019, 19:33 Uhr

Wo es zischt und qualmt

08. Mai 2019, 19:33 Uhr
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Von Jürgen W. Niehoff
Was brennt und was nicht? Das zeigen die beiden Achtklässlerinnen zur Eröffnung der neuen Naturwissenschaftsräume. (Foto: jwn)

Am Montagnachmittag ging eine lange Phase des Improvisierens und Wartens zu Ende: Der An- und Umbau des naturwissenschaftlichen Teils der Bertha-von-Suttner-Schule in Heldenbergen wurde offiziell eröffnet.

»Klassenraum ist nicht gleich Klassenraum. Denn zum Lernen gehört auch ein entsprechendes Umfeld«, sagt Bärbel Nocke-Olliger. Sie ist stellvertretende Schulleiterin der Bertha-von-Suttner-Schule und präsentiert bei der Einweihung des naturwissenschaftlichen Traktes vor gut 30 Gästen die neuen Möglichkeiten.

Ins Lernumfeld hat der Main-Kinzig-Kreis als Schulträgern in den vergangenen Jahren kräftig investiert. 11,8 Millionen Euro flossen seit 2008 in die »Bertha«, wie die integrierte Gesamtschule, die von rund 840 Schülern in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn besucht wird, liebevoll genannt wird.

Rund 70 Lehrerinnen und Lehrer kümmern sich im Ganztagsunterricht fünf Tage die Woche von 7.50 bis 15.15 Uhr um die Schülerinnen und Schüler. Im Zuge dieser Umstellung auf den Ganztagsbetrieb wurde auch das Schulgebäude gänzlich saniert. Den Schluss bildete der naturwissenschaftliche Trakt.

Mit drei Chemieräumen, drei Biologieräumen, zwei Physikräumen und zwei sogenannten Hybridräumen, die wahlweise für Chemie-, Biologie- oder Physikunterricht genutzt werden können, verfügt die Schule nun über optimale Lernumgebungen für einen modernen naturwissenschaftlichen Unterricht, erklärt Nocke-Olliger. Durch den Umbau wurden zwar nur 80 Quadratmeter an Nutzfläche hinzugewonnen, dafür sind die Räume durchs Zusammenlegen und ein neues Konzept größer und heller geworden.

2012 begann der Umbau dieses naturwissenschaftlichen Baus. Bereits ein Jahr später lag die Baugenehmigung vor. »Doch dann begannen die Schwierigkeiten«, erinnert sich der Gelnhäuser Architekt Claus Rollmann. Ausschreibungen mussten neu gestartet werden, weil sich kein Handwerker gemeldet hatte. Später dann kam es immer wieder zu Bauunterbrechungen, weil Handwerksbetriebe einfach nicht mehr kamen. Auf diese Weise zögerte sich die Fertigstellung um fast ein Dreivierteljahr hinaus.

»Und eigentlich könnten wir jetzt gleich weitermachen«, kommentiert der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU) und meint damit die digitale Technik: »Hier im neuen Physikraum hat nur der Lehrer einen direkten Zugang zum Internet. Nicht aber die Schüler. Das muss sich ändern.« Schnelle Internetzugänge hätten mittlerweile alle Schulen im Kreisgebiet.

Chemielehrer Andreas Dotzauer lies zur Feier vier Schülerinnen der 8. Klasse im neuen Chemieraum einige farbenfrohe Experimente vorführen. Physiklehrerin Gisela Fröhlich führte die Besucher anschließend in den »Sammelraum«, in dem die Bio-, Chemie- und Physiklehrer ihre Experimente für den Unterricht vorbereiten. »Dank zusätzlicher Spenden beispielsweise von einer Bad Vilbeler Stiftung verfügen wir hier jetzt über modernste Technik.«



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