23. August 2019, 20:38 Uhr

Wo bleibt die Natur?

23. August 2019, 20:38 Uhr
Die Grünen halten nichts von dem Vorschlag, das im See befindliche Betonkonstrukt der alten Sprühanlage des Kraftwerks zu beleuchten. (Foto: pm)

Werden die Belange der Natur im neuen Entwurf des Seekonzepts nicht ausreichend berücksichtigt? Das vermuten die Grünen und befürchten eine »Schlagseite in Richtung der Ausdehnung von Freizeiteinrichtungen«.

Ein Reitweg rund um den See, Beachvolleyball, Halfpipe, Minigolf - im Seekonzept-Entwurf, der auf der Homepage der Gemeinde eingestellt ist, finden sich mehrere Ideen für die Freizeitnutzung auf dem Gelände. Auch der Wunsch, den Ruhecharakter zu bewahren und die Natur zu schützen, ist formuliert. Für die Wölfersheimer Grünen aber reicht das nicht. Sie fordern eine gleichgewichtige Entwicklung beider Bereiche. Wie der Fraktionsvorsitzende Michael Rückl sagt, gebe es in der Neufassung, in der die Anregungen aus dem jüngsten Seeforum eingearbeitet sind, eine »relativ ungefilterte Vielzahl von Vorschlägen für weitere Freizeitaktivitäten am See«. Daraus ergebe sich eine Tendenz, Freizeitnutzung immer mehr auch in den Bereich auszudehnen, der ursprünglich der Natur vorbehalten sei. »Für uns gehören der Bau von Steganlagen, das Schlagen von Schneisen, die Beleuchtung der alten Sprühanlage sowie eine generelle Wegebeleuchtung mit Solarleuchten nicht in den Naturbereich im Süden des Sees.«

Es sei sinnvoller, die bisherige Linie beizubehalten, sagt auch Fraktionskollege Dr. Franz Grolig. Die Freizeitnutzung müsse konsequent auf den für sie reservierten Bereich am nördlichen Seeufer begrenzt bleiben. Die Umsetzung von vorgeschlagenen Ideen sollte maßvoll und abgestimmt erfolgen. Grolig: »Nicht alles muss gemacht, nicht jeder kommerzielle Wunsch muss erfüllt werden.« Darüber, dass auch der Naturbereich entwickelt werden könnte, finde sich in der Vorlage kaum etwas. Die Grünen schlagen hier wir die Ausweisung von nährstoffarmen Wiesenarealen zur Steigerung der Artenvielfalt und zusätzliche Bäume vor, denkbar auch mit Stiftungen und Patenschaften, vor. Auch sollte der Trampelpfad am südlichen Seeufer für die Öffentlichkeit geschlossen werden. Wie Rückl erinnert, kranke der See ohnehin schon an seiner schlechten Wasserqualität. »Schon deshalb sollte das Seegebiet wohlüberlegt, zurückhaltend und in Achtung vor der Natur entwickelt werden.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Die Grünen Wölfersheim
  • Freizeiteinrichtungen und Freizeitstätten
  • Übergewicht
  • Wölfersheim
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos