19. Oktober 2018, 21:51 Uhr

Windrad-Ablehnung »völlig unverständlich«

19. Oktober 2018, 21:51 Uhr

Die Grünen-Direktkandidatin für den Landtag, Brigitta Nell-Düvel, hat die Entscheidung des Butzbacher Parlaments kritisiert, Windräder im Wald bei Münster abzulehnen (die WZ berichtete). Die Enscheidung, dies trotz möglicher Regressforderungen von bis zu einer Million Euro zu tun, sei »völlig unverständlich«. Das Regierungspräsidium hatte zuvor den Bau von drei Anlagen der Ovag-Tochter Hessen Energie an dieser Stelle erlaubt.

»Für Windräder müssen einige wenige Bäume gefällt werden. In der Abwägung ist es ein sinnvoller Beitrag zur langfristigen Erhaltung der Wälder. Die ungebremste Erwärmung bedroht die Lebenskraft der Bäume wesentlich mehr«, sagt Nell-Düvel. Sie trete für einen Ausbau der Windkraft ein – unter Berücksichtigung der Naturschutzbelange und der gesetzlichen Vorgaben wie Abstandsregelungen, was stellt die Prüfung durch den RP sicherstelle.

Seit sechs Monaten herrsche Dauersommer, meint die Direktkandidatin im nördlichen Wetteraukreis. Das zeige, wie wichtig entschiedener Klimaschutz sei. Der Weltklimarat habe zuletzt deutlich gemacht, dass der weltweite Temperaturausstieg dringend aufgehalten und auf 1,5 Grad begrenzt werden müsse. Auch blickt sie nach Deutschland: »Der Hambacher Forst ist das Symbol für die Frage, wann endlich Ernst gemacht wird mit dem Umsteuern in der Klimapolitik. Dagegen duckt sich die Bundesregierung auf EU-Ebene bei der Entscheidung über die CO2-Reduktion bei Kraftfahrzeugen weg. Sie stimmt lediglich einer um 35 Prozent zwischen 2020 und 2030 zu.« Laut Nell-Düvel ist es höchste Zeit ist, beim Klimaschutz endlich entschieden zu handeln. »Es gibt keinen Planet B«, heißt es denn auch auf ihren Wahlplakaten. »Wenn wir das Wissen um die Ursachen des Klimawandels nicht als Handlungsanleitung für eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes begreifen, werden wir sehenden Auges in eine nicht mehr lebenswerte Zukunft schliddern.«

Die Lage der öffentlichen Haushalte sei so gut wie seit langem nicht. »Wir müssen und wir können jetzt in die klimagerechte Zukunft investieren.«

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