05. Dezember 2018, 20:02 Uhr

Wie viel Radon liegt in der Luft?

05. Dezember 2018, 20:02 Uhr
Der Bad Nauheimer Kurpark ist aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten für die Untersuchungen ausgewählt worden. Etwa 45 bis 50 Messungen in der Kurstadt sind vorgesehen. (Foto: Nici Merz)

Was wird denn da gemessen? Diese Frage wird sich der eine oder andere Besucher des Kurparks in den kommenden vier Wochen sicherlich stellen. Ab Montag, 10. Dezember, werden dort Radonbodenluftmessungen vorgenommen. Sie finden im Rahmen einer begleiteten studentischen Abschlussarbeit statt. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie wurde mit der geowissenschaftlichen Begleitung der »Radonstrategie Hessen« betraut.

»Radon entsteht in unterschiedlicher Menge in allen Gesteins- und Bodenarten. Das Edelgas diffundiert durch poröse Gesteins- und Bodenformationen zur Erdoberfläche und vermischt sich mit der oberflächennahen Luft«, heißt es erläuternd in einer Pressemitteilung aus der Bad Nauheimer Stadtverwaltung. Um die Radonsituation in Hessen und auch andernorts in Deutschland zu studieren, seien bisher einige tausend Bodenluftproben genommen und ausgewertet worden. Aus den Ergebnissen dieser Messungen werde eine Landkarte generiert, die die regional sehr unterschiedlichen Radonkonzentrationen in der Bodenluft wiedergebe.

»Der Kurpark in Bad Nauheim ist aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten und der guten Datenlage hierfür interessant. In Bad Nauheim werden etwa 45–50 Messungen durchgeführt. Die Arbeiten werden voraussichtlich in einem Zeitraum von vier Wochen abgeschlossen sein und beinhalten vier bis fünf Messungen täglich. Die genaue Dauer der Messkampagne ist von klimatischen Faktoren abhängig«, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Für eine Messung werde eine rund 2,5 Zentimeter breite und ein Meter lange Sonde in den Boden eingebracht. Dann werde mit Hilfe einer Lanze und einer Pumpe Bodenluft eingesaugt und diese in einer Messkammer ausgewertet. Eine einzelne Messung dauere insgesamt 60 Minuten. Die Messapparaturen werden mithilfe eines Hybridfahrzeugs entlang der Wege in den Kurpark transportiert.

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