10. August 2017, 20:15 Uhr

Wer motiviert die Jugend?

10. August 2017, 20:15 Uhr

Silvia Elm-Gelsebach möchte erreichen, dass sich Jungwähler für die anstehende Bürgermeisterwahl in Friedberg interessieren. Die FDP-Stadtverordnete bezieht sich in einer Pressemitteilung auf den WZ-Bericht »Wo bleibt der Wahlkampf?«, der in der Dienstagausgabe erschienen ist. Für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 3. September, stellt die FDP keinen Kandidaten. In dem WZ-Artikel sei ihr »als Mutter eines Erstwählers/Jungwählers« das Zitat einer jungen Frau aufgefallen: »Keine Ahnung, worin die sich unterscheiden. Ich interessiere mich nicht für Politik.«

Elm-Gelsebach: »Mir kam dabei die Frage in den Sinn: Ist diese Aussage repräsentativ für die Friedberger Erstwähler/Jungwähler/-innen? Interessieren sich Erstwähler/Jungwähler/-innen wirklich nicht für (Kommunal-)Politik? Werden sie (alle?) an der Bürgermeisterwahl teilnehmen? Wie viele Jungwähler/Erstwähler gibt es überhaupt in Friedberg?«

Rund 2800 Erstwähler

Sie habe recherchiert und von offizieller Stelle eine Antwort auf ihre letzte Frage bekommen: Von den rund 21 000 wahlberechtigten Friedberger Bürgern seien demnach rund 2800 Erstwähler beziehungsweise Jungwähler im Alter von 18 bis 24 Jahren. Dies seien rund 13 Prozent aller Wahlberechtigten, »sicherlich eine beachtliche Wählergruppe«. Die Besonderheit im Wahljahr 2017 in Friedberg ist laut Elm-Gelsebach, dass die Erstwähler beziehungsweise Jungwähler erstmals ihren Bürgermeister wählen und drei Wochen später auch noch an der Bundestagswahl teilnehmen können. »Welch eine seltene Chance für Friedberger Erstwähler/Jungwähler/-innen, durch ihre Stimme die Politik in ihrer Stadt und ihrem Land zu beeinflussen!«

Die Liberale fragt: »Haben die Wahlkampf führenden Parteien in Friedberg diese Wählergruppe schon ›entdeckt‹? Erreichen die Parteien mit ihrem Wahlkampf diese so wichtige Wählergruppe (›Die Jugend ist unsere Zukunft!‹) überhaupt? Wird die Friedberger Jugend (von wem?) zur Teilnahme an der Wahl/den Wahlen motiviert und ausreichend informiert?« In den nächsten Wochen gebe es eine Reihe von Podiumsdiskussionen mit den Bürgermeisterkandidaten für bestimmte Zielgruppen, beispielweise für Wirtschaftsvertreter am 24. August bei der IHK, für Kulturinteressierte am 29. August im Alten Hallenbad und für die allgemeine Öffentlichkeit am 17. August in der Friedberger Stadthalle, organisiert von der WZ.

Auch Aufgabe der Lehrer

Elm-Gelsebach sieht in Zeiten von »Fake News« eine wichtige Aufgabe bei den Lehrern, indem sie ihre Schüler im Rahmen der politischen Bildung über anstehende Wahlen, auch vor Ort in der Kommune, informieren und motivieren, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Das Lebensumfeld – also Wohnen, Lernen, Arbeiten und Erholen – der Kinder, Jugendlichen, Familien, Senioren und so weiter werde nicht zuletzt vor Ort in Friedberg von den handelnden Kommunalpolitikern und dem an der Spitze des Magistrats stehenden neuen Bürgermeister entscheidend beeinflusst, schreibt die FDP-Politikerin weiter.

Diese Aspekte sollten ihrer Ansicht nach Grund genug sein, als Erstwähler und Jungwähler auf sein Wahlrecht nicht zu verzichten, sondern wählen zu gehen – am 3. September und auch am 24. September. »In diesem Sinne hoffe ich auf eine hohe Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl in Friedberg und auch bei der Bundestagswahl.

Was die Bundestagswahl am 24. September betrifft, so liege die Zahl der Erst- beziehungsweise Jungwähler im Vergleich zur Bürgermeisterwahl selbstverständlich geringer, da bei der Bundestagswahl nur Deutsche und keine EU-Bürger wahlberechtigt seien.

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