22. Mai 2017, 20:11 Uhr

Wenn die Vögel ihr Revier markieren

22. Mai 2017, 20:11 Uhr
Bei der NABU-Tour erfahren die Teilnehmer einiges über den Gesang der Vögel, der teilweise auch auf Gefahren hinweist. (pv)

Die Vogelstimmenwanderung in Dorheim hat beim NABU Friedberg schon Tradition. Diesmal ging es ins Naturschutzgebiet Hechtgraben und zum Roten Berg. 15 Teilnehmer, die weder das Wetter noch das frühe Aufstehen scheuten, konnten insgesamt 33 Vogelarten hören oder sehen. Nach kurzer Begrüßung am Dorheimer Marktplatz gab Referent Henning Stahl aus Bad Nauheim erste Einblicke in die Vogelwelt. So singen einige Vogelarten komplexe und variantenreiche Melodien. Andere sind in der Lage, die Gesänge anderer Vogelarten nachzuahmen. »In der Regel dient der Gesang der Markierung des Reviers, nicht um den Menschen zu erfreuen,« erläuterte Stahl. Weitere Rufe sind Warnlaute. Bei einzelnen Vogelarten sind sogar unterschiedliche Rufe für verschiedene Gefahren zu unterscheiden.

Auf dem Weg durch ein Kleingartengelände begleitete ein Vogelkonzert die Wanderer. In der dann folgenden offenen Feldlandschaft waren dagegen kaum Vogelstimmen zu hören. Dies liege sicher auch an der heute stark »industrialisierten« Landwirtschaft, heißt es in einer Pressemitteilung. Vorbei am Naturschutzgebiet Hechtgraben nahm das Konzert wieder Fahrt auf. Ein Sumpfrohrsänger und etliche Nachtigallen waren zu hören. Am Fuß des Roten Bergs war das »Land der Grasmücken« erreicht, und alle vier heimischen Arten – Mönchs-, Garten-, Dorn- und Klappergrasmücke – trällerten ihr Lied.

Weitere besondere Momente waren die Rufe eines Pirols, ein Kuckuck im Vorbeiflug, Graugänse und schließlich zwei Rebhühner, die aus dem hohen Gras aufflogen. Immer wieder waren auch die Rufe des Zilpzalps zu hören. Stahl: »Wer beginnt, sich mit Vogelstimmen zu beschäftigen, für den ist der Zilpzalp ein lohnendes Ziel. Er ruft – wie der Kuckuck – seinen Namen.« Ein brütender Weißstorch, ein Hausrotschwanz sowie Mehlschwalben und Mauersegler rundeten die Beobachtungen auf dem Rückweg ab. Zum Abschluss ging es zum Frühstück, das NABU-Vorsitzende Ruth Müller vorbereitet hatte. Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet unter www.nabu-friedberg.de.

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