18. September 2019, 19:17 Uhr

Wegbereiter der Jahrhunderte

18. September 2019, 19:17 Uhr
Der Solo-Hornist Martin Gericks (l.) und Konzertmeister Michael Strecker gehen auch mal nach draußen, um für das bevorstehende Konzert zu üben. (Foto: cor)

»Wegbereiter der Jahrhunderte« lautet der Titel des Sinfoniekonzerts, zu dem das Kur-Sinfonieorchester Bad Nauheim für Sonntag, 29. September, um 16 Uhr ins Jugendstiltheater einlädt. Drei bedeutende Wegbereiter der Jahrhunderte werden hier im Mittelpunkt stehen: Ludwig van Beethoven, Richard Strauss und Antonín Dvorák. »Komponisten, die ihrer Zeit voraus waren«, sagt Konzertmeister Michael Strecker. Das Konzert verspricht zudem eine besondere Premiere. Erstmals wird der Solo-Hornist Martin Gericks ein Sinfoniekonzert in der Kurstadt bereichern, mit dem Horn-Konzert Nr. 2 von Richard Strauss.

Noch ist der Saal des Jugendstiltheaters nicht mit Gästen gefüllt. Martin Gericks steht gemeinsam mit Michael Strecker auf der großen Bühne. »Haben wir noch ein wenig Zeit?« Diese möchte der Hornist gerne nutzen, um ein paar Töne zu spielen. Schnell zeigt sich Gericks begeistert, lobt die Akustik und auch das Ambiente des Theaters. Zum ersten Mal wird er am 29. September mit dem Kur-Sinfonieorchester Bad Nauheim auf der Bühne stehen.

Martin Gericks ist seit 2016 Solo-Hornist im Philharmonischen Orchester Gießen. Davor war er bereits 2007 als Solo-Hornist im Theater Magdeburg engagiert. Nach mehreren Solokonzerten mit der Magdeburgischen Philharmonie folgten 2010 eine Anstellung als Solohornist im Volkstheater Rostock und 2012 als stellvertretender Solohornist im Theater Münster. Martin Gericks studierte in Berlin an der Musikhochschule Hanns Eisler.

Kapellmeister in Gießen

Den Kontakt zum Konzertmeister Michael Strecker stellte der Dirigent Martin Spahr her. Spahr ist Kapellmeister am Stadttheater Gießen, dem Theater seiner Heimatstadt. 2018 debütierte Spahr im Rahmen der Wiesbadener Maifestspiele, den Osterfestspielen Baden-Baden und mit dem Ensemble Reflektor. Zum dritten Mal übernimmt er nun die Leitung des Kur-Sinfonieorchesters.

Eröffnet wird das Konzert mit Ludwig van Beethovens Ouvertüre zum Schauspiel Coriolan. Beethoven führte auf revolutionäre Weise die Musik vom 18. in das 19. Jahrhundert. Er bereitete mit seiner Art und Weise, Musik zu kreieren, auch den Weg für Komponisten wie Richard Strauss, dessen Horn-Konzert Nr. 2 erklingen wird. Das anspruchsvolle Werk erzeuge Freude und Respekt zugleich. Auch wenn das technische Spiel für den Solisten eine Herausforderung darstelle, bereite dies auch »unglaublichen Spaß«, sagt Martin Gericks.

Ein ganz besonderer Wegbereiter war auch Antonín Dvorák. Er bewegte die Musik nicht nur ins 20. Jahrhundert, er trug sie sogar über den Atlantik. Als Höhepunkt des Konzerts wird Dvoráks 8. Sinfonie, »Die Feurige« erklingen, mit emotionsgeladenen Wechseln, ergreifend und mitreißend, wie Strecker diese beschreibt. Die slawische Seele des Komponisten werde spürbar. Oftmals werde die 9. Sinfonie bei Konzerten gespielt. Die 8. Sinfonie gehört mit der 7. und 9. Sinfonie des böhmischen Meisters zu dessen bedeutendsten sinfonischen Schöpfungen. Das Sinfoniekonzert im Jugendstiltheater im Mai war das Debüt des großen Kur-Sinfonieorchesters bei der Sinfoniekonzertreihe. »Wir sind sehr froh darüber, dass wir diesen Schritt gegangen sind«, meint Strecker. Die Kooperation mit dem Förderverein Sinfonische Musik, ein Projekt, welches zugleich viel Freude bereite.

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