24. Oktober 2018, 20:18 Uhr

Wahlkampf auf niedrigem Level

24. Oktober 2018, 20:18 Uhr
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Von Jürgen Wagner

Bildung, Wohnen und Verkehrsinfrastruktur – drei Themen, die im Landtagswahlkampf eine wichtige Rolle spielen, aber auch Thema in der Kreistagssitzung am gestrigen Mittwoch im Friedberger Kreishaus waren. Allerdings hielten sich die Sprecher der Fraktionen in Sachen Wahlkampfrhetorik weitgehend zurück.

Mehrheitlich beschlossen wurden Eckpunkte zur Fortführung der Inklusion in den Schulen. Die Wetterau sei Vorbild für viele Landkreise in Hessen, sagte Peter Heidt (FDP). Linke und AfD lehnten die Vorlage ab – der Linken gehen die Maßnahmen nicht weit genug, die AfD sieht die Inklusion kritisch. Verworfen wurde der vom August stammende Antrag der FDP, der Kreis solle die Kommunen über die neuen Richtlinien bei der Erhebung von Straßenbeiträgen informieren. Alle Fraktionen waren sich einig: Das hat sich herumgesprochen.

Die Linke bemängelte, dass sich in Sachen kreiseigener Wohnungsbaugesellschaft nichts tut. Die Fraktionsvorsitzende Gabi Faulhaber erinnerte an die Versprechen während des Landratswahlkampfs, eine solche Gesellschaft gründen zu wollen. Alexander Kartmann (CDU) entgegnete, die Koalition werde demnächst Ergebnisse vorlegen.

Die Grünen sorgen sich um den Landverbrauch beim geplanten Bau der L 3351 von Fauerbach nach Bruchenbrücken. Sie forderten die Prüfung alternativer Wegeführungen. Der Kreistag verabschiedete schließlich nach kurzer Debatte einen Änderungsantrag von CDU und SPD, demzufolge Hessen Mobil die Pläne für den Straßen- und Radwegebau zunächst im Ausschuss für Regionalentwicklung vorstellen soll.



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