03. Juli 2017, 20:00 Uhr

SG Rodheim

Vorsitzender gesucht

Die Sportgemeinschaft Rodheim hatte für Freitag zur außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Es ging darum, den Posten des Vorsitzenden zu besetzen. Doch daraus wurde nichts.
03. Juli 2017, 20:00 Uhr
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Von Edelgard Halaczinsky
Ein Stuhl am Vorstandstisch bleibt frei, als Dr. Horst Schmidt (l.) die Vereinsmitglieder begrüßt. (Foto: lh)

Bewerber für ein Ehrenamt zu finden erweist sich in vielen Vereinen als eine Aufgabe, die Beharrlichkeit und Geduld erfordert. Das bewahrheitete sich am Freitag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Sportgemeinschaft (SG) Rodheim erneut. Einziger Tagesordnungspunkt war die Wahl des Ersten Vorsitzenden – aber dieser Posten bleibt weiterhin vakant.

Bei der Mitgliederversammlung im März war Hans-Jürgen Gornik nach zwölf Jahren an der Spitze der SG nicht mehr als Kandidat angetreten – und hatte dies auch schon lange vorher angekündigt. Ein Nachfolger fand sich trotz vieler Werbemaßnahmen nicht, weshalb der 30. Juni als neuer Wahltermin angesetzt wurde. Doch schon im Vorfeld war klar: Diese Versammlung werde mangels Kandidat nicht lange dauern. Die Hoffnung des Vorstands, vielleicht noch auf den letzten Drücker einen Mann oder eine Frau an die Spitze wählen zu können, blieb aus. Jetzt ist Abwarten angesagt. Sollte sich kein Überraschungs-Kandidat für das Amt des Ersten Vorsitzenden finden, steht die Neuwahl erst bei der nächsten Mitgliederversammlung im März nächsten Jahres an. Bis dahin wird sich die Vorstandsarbeit auf sechs statt wie bisher auf sieben Schultern verteilen.

Und es gibt noch einen weiteren Haken: Weilt der stellvertretende Vorsitzende Dr. Horst Schmidt mal im Urlaub, oder ist er für den Verein aus anderen Gründen nicht erreichbar, wird in dieser Zeit keine Korrespondenz unterschrieben, denn ein Brief muss (mindestens) entweder vom 1. oder vom 2. Vorsitzenden mitunterzeichnet sein. Nur dann ist der Verein handlungsfähig.

Beisitzer Wolfgang Lingenau appellierte: »Bei dieser Wahl geht es um die Außenwirkung des Vereins, deshalb muss dieser Zustand schnellstmöglich beseitigt werden.« Die SG habe ein hohes Ansehen, sei gut geführt und bestens aufgestellt. Hans-Jürgen Gornik stellte sich an seine Seite. »Der Vorsitzende eines Sportvereins muss keinen Sport können. Er muss nur wissen, was Sport ist«, sagte er. Er erinnerte daran, dass der Posten des Vorsitzenden vor seiner Wahl vor zwölf Jahren ebenfalls ein Jahr lang unbesetzt gewesen war. Darum sei die Situation kein Novum, es habe sich schon damals gezeigt, dass ein derartiges Problem lösbar sei.



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