23. Mai 2017, 19:49 Uhr

Vor Berlin-Fahrt wird politisch diskutiert

23. Mai 2017, 19:49 Uhr
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Aus der Redaktion

Demnächst werden drei Klassen der Kurt-Schumacher-Schule Oswin Veith im Bundestag besuchen. Ein Grund für den Abgeordneten vorab mit den jungen Leuten zu diskutieren, um sie auf ihre Reise nach Berlin vorzubereiten.

Die Schülerinnen und Schüler der Gymnasialklassen der achten Jahrgangsstufe hatten sich bestens auf die Diskussionsrunde vorbereitet. Nachdem Veith seinen Werdegang sowie seine Arbeit im Wahlkreis und in Berlin geschildert hatte, stellten ihm die Jugendlichen eine Vielzahl von Fragen zu fast allen aktuellen politischen Themen. Im Mittelpunkt standen dabei der Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, die bevorstehende Bundestagswahl, die Lage in der Türkei, die Regierung Trump, der Brexit, die Präsidentschaftswahl in Frankreich und die Zukunft Europas sowie die Flüchtlingspolitik. Veith zeigte sich zuversichtlich, dass die Flüchtlingskrise gelöst wird. Dass in den vergangenen Jahren so viele Menschen zu uns gekommen seien, habe auch mit der Anziehungskraft der guten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation in Deutschland zu tun. Unser Land könne aber nicht alle aufnehmen, die sich hier ein besseres Leben versprechen. »Wir gewähren jedem Schutz, Obhut und Hilfe, der vor Folter und Tod geflüchtet ist«, sagte Veith. Abgelehnte Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern müssten jedoch konsequent abgeschoben werden. Außerdem halte er es für notwendig, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Sinnvoll seien Investitionen in die Infrastruktur afrikanischer Länder, um den Menschen dort eine bessere Lebens- und Bleibeperspektive zu geben.

Unkalkulierbarer Brexit

Er sei erleichtert, dass sich bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich mit Emmanuel Macron ein pro-europäischer Kandidat durchgesetzt habe. Veith hob die Bedeutung einer guten deutsch-französischen Zusammenarbeit sowie eines geeinten Europas für den Frieden hervor. Dem Brexit mit seinen unkalkulierbaren Folgen sehe er mit Sorge entgegen. Auch warnte Veith vor den Gefahren links- und rechtsextremer Strömungen für die demokratische Grundordnung.



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