01. September 2017, 19:45 Uhr

Von wilden Rosen und starken Frauen

01. September 2017, 19:45 Uhr
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Von Corinna Weigelt
Erzählen große Geschichten mit Musik: Pianistin Nadia Belneeva und Cornelia Haslbauer. (Foto: cor)

»Heimlich erzählen die Rosen sich duftende Märchen ins Ohr«- schon der Titel des Konzertes deutete auf zauberhafte Rosenlieder, die dem Publikum geboten werden sollten. In Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt präsentierte das Rosenmuseum Steinfurth im Rahmen des Kultursommers einen besonderen Konzertgenuss. Parallel zur derzeitigen Sonderausstellung »Wilde Rosen – Starke Frauen«, die noch bis zum 30. November im Rosenmuseum zu sehen ist, stand die Schönheit der Rose im großen Konzertsaal im Mittelpunkt.

Die Rose fasziniert seit alten Zeiten nicht nur Liebhaber, Dichter oder Gärtner mit ihrer Schönheit, sondern hat auch viele große Musiker inspiriert. Geboten wurden Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Hugo Wolf, Alma Mahler-Werfel und Richard Strauss. »Erzählt« wurden Geschichten von Sehnsucht, Verschwiegenheit, Heimlichkeiten und jubelnden Glückes, musikalisch hervorragend dargeboten von der Mezzosopranistin Cornelia Haslbauer und der Pianistin Nadia Belneeva. Dr. Jutta Pauli, Leiterin des Rosenmuseums führte die Zuschauer dazu mit vielen interessanten Details durch das Programm.

Mit prominenten Männern

Eröffnet wurde das Konzert mit drei Werken des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Dieser gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik und erhielt von Robert Schumann auch den Beinamen »Mozart des 19. Jahrhunderts«. Mit der Komposition Bartholdys »Auf Flügeln des Gesanges« stimmte Haslbauer die Zuschauer im Saal ein, ehe sie sich im zweiten Komponisten-Block Johannes Brahms zuwandte. Auch hier präsentierte sie gleich drei Werke des bedeutenden Komponisten, der sich gerne zeitgenössischen Gedichten widmete und diese auf ihre Komponierbarkeit prüfte.

Der Komponist Hugo Wolf entdeckte schon früh seine Liebe zur Musik. Mit seinem großen Verständnis für Lyrik vertonte er zahlreiche Texte, unter anderem von Byron, Eichendorff, Goethe oder Heine. So besang Cornelia Haslbauer auch die bekannte Frage »Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?« aus Goethes Roman »Wilhelm Meisters Lehrjahre«.

Mit Werken von Alma Mahler-Werfel gesellte sich auch eine Dame in die Komponisten-Reihen. Mahler-Werfel- »Femme fatale« der Wiener Gesellschaft, war die Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler, des Architekten Walter Gropius und des Dichters Franz Werfel sowie Geliebte des Malers Oskar Kokoschka und weiterer prominenter Männer.



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