25. September 2019, 19:38 Uhr

Von der Kunst, auf dem Vulkan zu singen

25. September 2019, 19:38 Uhr
Lora Kostina (l.) und Karolina Trybala (M.) kündigen die Lieder mit witzigen Anekdoten und Informationen über die Komponisten und Autoren an. Musikalisch zur Seite steht ihnen Shir-Ran Yinon (r.) (Foto: bf)

Das Deutsche Rote Kreuz Friedberg, das Internationale Zentrum Friedberg, die Fachstelle Migration des Wetteraukreises, der Alevitische Kulturverein und das Junity hatten in Kooperation das Frauentrio Cannelle mit Liedern der 20er Jahre im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Wetteraukreis ins Junity eingeladen.

Das internationale Ensemble Cannelle besteht aus der polnischen Sängerin Karolina Trybala, der in Sankt Petersburg geborenen Pianistin Lora Kostina und der Violinistin Shir-Ran Yinon aus Israel. Die drei Musikerinnen studierten an der Musikhochschule Leipzig und fanden sich zum Trio zusammen. Die charmanten Damen beschworen die Zeit der 20er Jahre herauf und ließen verschüttete Schätze erstrahlen. Ausgesuchte und heute immer noch weithin bekannte Schlager und Couplets der jüdischen Komponisten, die ihre Wirkungsstätte damals vor allem in Berlin hatten, begeisterten das Publikum. Sie wurden mit viel Hingabe, Können, Energie und Witz interpretiert. Klavier, Violine, die Stimme von Karolina Trybala, die neben Trommel und Becken noch weitere Instrumente einsetzte, bildeten eine harmonische Einheit. Lora Kostina setzte mit teils furiosen Klaviereinlagen überwältigende Akzente. Schon beim ersten Titel »Macki Messer« sprang der Funke auf die Zuschauer über. Es folgten schmachtende Tangos von dem eher unbekannten polnischen Komponisten Jerzy Petersburski, ebenso wie damalige Gassenhauer der Comedian Harmonists und das Lied »Stroganoff« von Friedrich Holländer sowie das jüdische Traditionell »Miserlou«. Zum Abschluss des Konzerts und vor einer letzten Zugabe folgte der Titel »Bei mir bist du schön« aus dem Musical »Man könnte leben, aber sie lassen uns nicht« von Sholom Secunda und Jacob Jacobs. Leider hatten nur etwa 30 Zuhörer den Weg zur Veranstaltung gefunden, die ein viel größeres Publikum verdient hätte. Da waren sich zum Schluss alle einig.

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