22. Mai 2017, 20:11 Uhr

Von Kirche zu Kirche

22. Mai 2017, 20:11 Uhr
Pfarrer Helmut Gehrmann in der Wallfahrtskirche in Wartha. (Foto: pv)

Eine Wallfahrt des Instituts für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien mit Sitz in Geis-Nidda führte kürzlich nach Ostböhmen und Schlesien. Unter den Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet und der Schweiz waren auch Frauen und Männer aus dem Wetteraukreis.

Prof. Rudolf Grulich hatte das Programm ausgearbeitet und sachkundig begleitet. Pfarrer Helmut Gehrmann, der Nachfolger von Pfarrer Dr. Wolfgang Stingl als Instituts-Vorsitzender, oblag die geistliche Leitung.

Erstes Ziel war die Altstadt von Königgrätz und der Besuch des Grabes des Bekennerbischofs Erzbischof Karel Otenášek. Grulich konnte neben den kirchenhistorischen immer auch auch fundierte Informationen zur Geschichte der jeweiligen Städte beitragen. So durften die Schlacht von Königgrätz von 1866 und der Ausschluss von Österreich aus dem Deutschen Bund nicht fehlen.

Nach einem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche auf dem Muttergottesberg bei Grulich ging es weiter in die Grafschaft Glatz nach Bad Altheide, neben Bad Kudowa, Bad Landeck und Bad Reinerz einem der bekannten Kurorte. Diese gaben der Grafschaft ehemals auch den Titel »Gesundbrunnen Deutschland«. Nach der Führung durch Glatz mit der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt von 1430 war Gelegenheit, die Festungsanlage auf dem Schlossberg zu besichtigen. Auch gedachte man Andreas Faulhaber und Gerhard Hirschfelder: Der Priester Faulhaber wurde auf Befehl von König Friedrich gehängt, und zwar als Opfer des Beichtgeheimnisses. Kaplan Hirschfelder starb als Märtyrer im KZ Dachau.

Weitere Ziele waren Altwilmsdorf und die Wallfahrtskirche Maria Schnee mit der Schwarzen Madonna von Mittelwalde. Auch in Wartha feierte die Gruppe einen beeindruckenden Gottesdienst. Dort befinden sich die älteste romanische Gottesmutter-Holzfigur des ehemaligen deutschen Ostens und eine »Eberhardt«-Orgel von 1759. Weitere Stationen waren Ottmachau und Patschkau mit prächtigen Kirchen, ferner Jauernig mit dem Schloss Johannesberg und Weidenau, wo es früher ein Priesterseminar gab, Weißwasser und Neisse, das »Schlesische Rom«.

Ein Höhepunkt war der Besuch von Albendorf, dem »Niederschlesischen Jerusalem«. Die große Wallfahrtskirche im Stil der Spätrenaissance wurde 1936 von Papst Pius XI. zur Basilika erhoben. Auf der Heimreise besuchte die Reisegruppe noch das alte Kloster Braunau und die Stadt Nachod und konnte auch die »Goldene Stadt« Prag bewundern.

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