Zum Richtfest für die neue Kita Sang hatten die Stadt und der Investor, der gemeinnützige Verein zur Förderung der Integration Behinderter (VzF), am Wochenende eingeladen. Politiker, junge Eltern und interessierte Bürger nahmen an der Baustellenführung im Neubaugebiet teil und ließen sich von dem Architekten-Team Anja und Stefan Brand die Räumlichkeiten und deren Anordnung zeigen.

»Hier entsteht ein Projekt, welches das Kinderbetreuungsangebot in unserer Stadt sinnvoll ergänzt, und darauf können wir stolz sein«, sagte Bürgermeister Steffen Maar. Sein Vorgänger Thomas Alber hatte einst den Grundstein für die integrative Kita gelegt. Mitte nächsten Jahres soll das Gebäude bezugsfertig sein. Der Termin für die eigentliche Inbetriebnahme - der letztlich in den Händen der Stadt liegt - dürfte sich demnach am Kindergartenjahr orientieren.

»Unseren Betreuerinnen und Betreuern ist es bisher in jeder Kita gelungen, eine Atmosphäre der Herzlichkeit zu schaffen, sodass auch ein wunderbares Verhältnis zwischen den Kindern entstehen kann«, sagte Nasser Djafari, Vorstandsvorsitzender des VzF. Mit einem Angebot für Kinder mit und ohne Behinderung habe man in den vergangenen 50 Jahren viele Erfahrungen sammeln können, um eine funktionierende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und dem Betreuungspersonal zum Wohle der Kinder umzusetzen.

Acht Gruppen wird es in der neuen Kita geben: zwei U 3-Gruppen mit jeweils bis zu zwölf Kindern sowie sechs Ü 3-Gruppen mit jeweils bis zu 25 Kindern. Der eingeschossige, über 1500 Quadratmeter große Bau bietet für alle viel Platz für Spiel und Bewegung auf dem 4200 Quadratmeter großen Areal. In den Aufenthaltsräumen lassen große Fensterflächen viel Licht hinein, und auf den Fluren sorgen Dachfenster für Tageslicht.

Altbürgermeister Detlef Brechtel, der ebenso wie sein Kollege Reinhold Medebach zum Richtfest gekommen war, zeigte sich beeindruckt. Brechtel hatte während seiner Amtszeit die Kinderbetreuungseinrichtungen im Stadtgebiet zusammengeführt, und die »Kleinen Posträuber« ebenso wie die Betreuungsschule unters städtische Dach geholt. Kooperationen - zum Beispiel mit »JJ« - und nun mit VzF gäben den jeweiligen Einrichtungen mehr Flexibilität und hielten die Kosten für die Eltern im Rahmen.

Gesunde Ernährung mit täglich frisch gekochtem Essen gehören für den Träger der Kita Sang laut eigener Aussage ebenso dazu wie ein Angebot von Logopäden, Ergo- oder Physiotherapeuten vor Ort. »Das erspart den Eltern größtenteils aufwendige Besuche nach dem Kita-Tag.« Maar, selbst Vater zweier Kinder, war zufrieden mit dem Konzept.

Zwar gab es zum »Richtfest« keinen Spruch des Zimmermanns aus luftiger Höhe, und es wurde auch kein Glas in die Tiefe geschleudert (schließlich ist es ja ein eingeschossiger Bau ohne Dachstuhl), aber die Aufbruchstimmung war zweifelsohne vorhanden. Rosbach zeigt Kante, um das Thema Kinderbetreuung in den Griff zu kriegen.

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