03. Juli 2019, 19:32 Uhr

Verschwisterung perfekt gemacht

03. Juli 2019, 19:32 Uhr
Amtlich (v. l.): Die Bürgermeister Jorge Faria (Entroncamento) und Dirk Antkowiak (Friedberg) mit der unterzeichneten Verschwisterungsurkunde. (Foto: Patrick Stoll)

150 Friedberger, darunter viele Mitglieder des Europaclubs, Fußballer, Sänger, Handballspieler, Tennisspieler sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung, begaben sich über das verlängerte Fronleichnamswochenende ins 2222 Kilometer entfernte Entroncamento, wo die Gegenzeichnung der beim letzten Herbstmarkt ausgefertigten Verschwisterungsurkunde anstand. Die meisten Gäste aus Friedberg waren bei privaten Gastgebern in der portugiesischen Partnerstadt untergebracht.

»Es macht große Freude zu sehen, wie lebendig dieser Austausch ist und wie viele positive Begegnungen entstehen, die in tiefen Freundschaften münden können«, erklärte Bürgermeister Dirk Antkowiak bei seiner Ansprache zum Festakt. Er dankte allen an der Organisation des Treffens Beteiligten, unter anderem seinen Amtskollegen aus den verschwisterten Städten Jorge Faria aus Entroncamento, Jacques-Alain Benisti aus Villiers-sur-Marne sowie der Stadträtin Graziella Pescarmona aus Magreglio. Faria, Benisti und der Bürgermeister der mit Entroncamento verschwisterten Kapverdischen Gemeinde Mosteiros, Fernandino Teixeira, betonten in ihren Redebeiträgen ebenfalls die grenzüberschreitenden Freundschaften, die als Grundlage von Frieden und Völkerverständigung zu sehen seien.

Dass Völkerverständigung auch musikalisch funktioniert, bewiesen am folgenden Abend die Chöre der Ockstädter Eintracht, die mit den Chören »Orfeao do Entroncamento« und »Associacao Concordia Musica« aus Entroncamento einen Auftritt hatten. Die örtliche Markthalle war bei dem Konzert brechend gefüllt, die Sängerinnen und Sänger begeisterten das internationale Publikum. Auch Erste Stadträtin Marion Götz zeigte sich von der Aufführung begeistert.

Den Friedberger Gästen wurden auch in den folgenden Tagen kulturelle Highlights geboten. Am Freitag nach Fronleichnam eröffnete das Stadtfest von Entroncamento, das die Stadt im Sommer jeweils für neun Tage in einen Ausnahmezustand versetzt. Auf zwei großen Bühnen treten teils international bekannte Künstler auf, die Stadt ist voller Buden, in denen die örtlichen Vereine Speisen und Getränke anbieten. Und so hatten die Friedberger Gäste und ihre portugiesischen Gastgeber ausreichend Gelegenheit, die neuen Bande zu feiern.

Ein Bad im Atlantik

Ausflüge in die Umgebung Entroncamentos, etwa ins rund 80 Kilometer entfernte Lissabon oder an die etwa 40 Kilometer entfernte Atlantikküste, komplettierten das Programm. Eine interfraktionelle Stadtverordnetengruppe unter Leitung des Stadtverordnetenvorstehers Hendrik Hollender prüfte bei einem Bad im Atlantik die Wassertemperatur. »Am Anfang war es frisch, beim Schwimmen war die Temperatur aber erträglich«, berichtete Hollender. Auch der Vorsitzende des Europaclubs Bernd Stiller zeigt sich begeistert von der Verschwisterungswoche: »Es war für alle Beteiligten eine tolle Zeit. Wir freuen uns schon auf unser nächstes Treffen beim Herbstmarkt in Friedberg.« Stiller weist darauf hin, dass Städtepartnerschaften mit dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger steht und fällt: »Menschen, die an der Städteverschwisterung interessiert sind, sei es als Gast oder als Gastgeber, können sich gerne mit dem Europaclub in Verbindung setzen.« Auch Neumitglieder seien gern gesehen.

Gleich, wen man fragt, den Friedbergern hat es in Entroncamento sehr gut gefallen. Carl Cellarius brachte dies so auf den Punkt: »Ich habe nur fünf Tage gebraucht, um Land und Leute lieben zu lernen.«

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