21. November 2017, 05:00 Uhr

Promi in Bad Nauheim

Verona Pooth findet es wichtig, etwas zurückzugeben

Verona Pooth ist in Bad Nauheim für ihr soziales Engagement mit dem Bildung-Inklusive-Preis ausgezeichnet. Mit der WZ spricht sie über ihren Einsatz für Bedürftige.
21. November 2017, 05:00 Uhr
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Von Corinna Weigelt
Verona Pooth kann sich über den Bildung-Inklusive-Preis freuen, TV-Juror Joachim Llambi hält die Laudatio. (Foto: cor)

Frau Pooth, Sie unterstützen bereits seit 30 Jahren die SOS-Kinderdörfer. Vor allem für die Kinder in Bolivien, Ihrem Geburtsland, schlägt Ihr Herz. Warum ist Ihnen diese Arbeit so wichtig geworden?

Verona Pooth: Weltweit sind es mittlerweile mehr als 550 SOS-Kinderdörfer, die errichtet wurden. Davon habe ich einige besucht, nicht nur in Bolivien, sondern auch in der Türkei, Afrika, den Philippinen oder Brasilien. Seit meiner ersten Reise hat mich das nicht mehr losgelassen. Ich bin multi-kulti aufgewachsen, meine Mutter kommt aus Bolivien, mein Vater aus Deutschland. Meine Mamita hat mir immer nahe gelegt, dass es wichtig ist, etwas zurückzugeben.

Mir ist es da ein großes Anliegen, Kindern zu helfen, unabhängig von ihren Religionen oder der Herkunft. Es ist auch ganz egal, ob es sich um Behinderte oder Flüchtlinge handelt, wir sollten nicht vergessen, auch etwas abzugeben. Das Blatt könnte sich schließlich auch einmal wenden.

Im SOS-Kinderdorf El Alto, auch »Veronas Casitas« genannt, finden 108 elternlose Kinder in den zwölf Familienhäusern ein neues Zuhause. Hier haben Sie selbst den Grundstein gelegt. Mithilfe von Sponsoren und Freunden haben Sie für dieses SOS-Kinderdorf schon eine Million Euro gesammelt...

Pooth: Ich habe jede Gelegenheit genutzt, über private Spenden Gelder zu sammeln. Dazu kam auch die Promi-Sendung von »Wer wird Millionär«, wo eine große Summe zusammenkam. Bilanz habe ich da keine gezogen. Mir wurde das erst so richtig bewusst, als es hieß, dass ich Spendenmillionärin bin. Es ist natürlich immer wichtig, dass Menschen hinter einem stehen. Das ist nicht immer so einfach.

Hat Ihr soziales Engagement auch die Erziehung Ihrer beiden Söhne beeinflusst?

Pooth: Mein Sohn Diego hat mich da schon auf zwei Reisen begleitet und Einblicke erhalten. Aber auch am heutigen Tag ist es mir wichtig, dass er bei dieser Veranstaltung für die Sophie-Scholl-Schule dabei ist. Das Thema Inklusion ist in dieser Form noch nicht so populär. Eltern, die auf eine Initiative hin so etwas erreichen und nicht aufgeben, sind ein besonderes Vorbild.

Wie bedeutsam ist Inklusion heute?

Pooth: Die Deutschen sind allgemein großzügige Spender. Es lohnt sich auch immer, sich für die Inklusion einzusetzen. Das haben wir heute hier gesehen. Für die Zukunft bleibt die Inklusion sicherlich ein spannendes Thema.



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