04. Mai 2018, 14:16 Uhr

28-Jähriger in U-Haft

Vereinsheim-Einbrecher gefasst

Eine ganze Serie von Einbrüchen in Wetterauer Vereinsheime hat die Polizei im Februar verzeichnet. Nun sitzt ein Butzbacher in U-Haft. Und es gibt weitere Verdächtige - und weitere Taten.
04. Mai 2018, 14:16 Uhr
Zahlreiche Elektrogeräte, Werkzeuge und Baumaschinen sind sichergestellt worden. (Foto: pob)

Aufgehebelte Fenster, aufgebrochene Türen und geknackte Schlösser haben den Weg eines 28-jährigen Butzbachers gesäumt, der verdächtigt wird, mindestens 14 Einbrüche begangen zu haben. Inzwischen sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen ihn und drei Mittäter laufen weiter.

Zwischen dem 19. und dem 26. Februar hatte die Polizei sieben Einbrüche in Vereinsheime in der Wetterau verzeichnet. Die Tatorte lagen unter anderem in Büdingen, Friedberg, Münzenberg, Rockenberg und Wölfersheim. Die Täter hatten es auf Elektrogeräte und Lebensmittel abgesehen, der Wert der Beute lag laut Polizei bei rund 13 000 Euro. Die Einbrecher hebelten Fenster und Türen auf und richteten dabei zudem einen erheblichen Schaden an.

 

Polizist erinnert sich an frühere Taten

 

Polizeioberkommissar Muschik und weiteren ortskundigen Kollegen aus dem Streifendienst der Polizei Butzbach kam schnell der Verdacht, wer der Täter sein könnte, denn aus vorangegangenen Ermittlungen war Muschik ein 28-jähriger Butzbacher im Gedächtnis. Muschik nahm die Ermittlungen auf, führte die Daten aus den Vorgängen zusammen und sammelte Beweise für seine Theorie. Die Ermittlungen waren schnell von Erfolg gekrönt, und es ergab sich der Verdacht auf weitere Straftaten.

 

 

85 Gegenstände entdeckt

 

In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Gießen erwirkte Muschik Durchsuchungsbeschlüsse, die er gemeinsam und mit den Kollegen der Butzbacher Ermittlungsgruppe vollstreckte. Sowohl in der Wohnung des Butzbachers, als auch in seinem Auto und einem von ihm genutzten Kleingarten fand sich reichlich Diebesgut. Rund 85 Gegenstände, darunter allerhand Elektro-Artikel von Beamern über Verstärker und Boxen bis hin zu Laptops wurden entdeckt, außerdem Werkzeuge und Baumaschinen.

»Die aufgefundenen Gegenstände ließen den Verdacht zu, dass der Butzbacher nicht nur die Einbrüche in die Vereinsheime begangen hatte, sondern auch für weitere Taten verantwortlich sein könnte«, schreibt die Polizei. Werkzeuge aus einem Ausbildungszentrum in Nidda lassen beispielsweise darauf schließen, dass der Butzbacher in der Nacht auf den 21. Februar auch an einem Einbruch dort beteiligt gewesen ist. Auch seinen ehemaligen Arbeitgeber, ein Bauunternehmen aus Butzbach, hat der 28-Jährige offenbar bestohlen. Mehrere Werkzeuge aus dem Bestand der Firma wurden bei den Durchsuchungen gefunden.

 

Ein Beleg bringt weitere Spur

 

Ende März klickten die Handschellen. Die Beamten nahmen den Butzbacher, der vorübergehend untergetaucht war, fest. Der Beleg eines Pfandleihhauses, der bei den Durchsuchungen gefunden wurde, brachte den Ermittler auf weitere Spuren. Auf dem Beleg stand der Name eines 34-jährigen Butzbachers, der im Verdacht steht, als Hehler Waren aus Einbrüchen bei dem Pfandleihaus versetzt zu haben. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurde kein Diebesgut gefunden, die Ermittlungen gegen ihn laufen jedoch wegen einer kleinen Menge Betäubungsmittel, einer Schreckschusswaffe und Wurfsternen. Zudem wird ein 24-jähriger Münzenberger verdächtigt, zumindest an einem Einbruch in ein Vereinsheim in Hoch-Weisel beteiligt gewesen zu sein. Weitere Ermittlungen, darunter die Handyauswertung des Haupttatverdächtigen, ergaben Hinweise auf einen 22-jährigen Butzbacher. Bei ihm erfolgte Ende April eine Durchsuchung, bei der weiteres Diebesgut auftauchte. An mindestens acht der 14 Taten scheint er nach derzeitigem Ermittlungsstand beteiligt gewesen zu sein.

 

Wem gehören diese Gegenstände?

 

Noch konnten nicht alle sichergestellten Gegenstände zugeordnet werden. Es steht zu vermuten, dass es sich auch bei diesen um Beute aus Einbrüchen handelt. Die Polizei in Butzbach bittet die Eigentümer , sich unter Tel. 0 60 33/7 04 30 zu melden. Es handelt sich um folgende Gegenstände: Dell-Inspire-Notebook, Akku-Schrauber, Yamaha-Keyboard, Festo Stichsäge, Notebook Dell Precision, Acer Aspire, Standbox Blaupunkt, Box Imitation, Laptop HP Pro Book, Apple iPad silber mit Schutzhülle, Receiver Smart, Receiver Comag, Receiver, Sky-Receiver, Spielekonsole PS 4, Odys-Fernseher, Beamer Hitachi, Mischpult Behringer, Akkuschrauber Workzone, DJ-Mischpult Herkules Universal DJ, ein kleines schwarzes Sparschwein, eine Kellnergeldbörse der Marke Karlowski, eine bronzene Sportplakette »des Bundespräsidenten«, ein Dachdeckerhammer, eine Metallbügelsäge, eine Stiehl-Kettensäge, ein Verstärker JVC, ein Bosch-Werkzeugkoffer, ein Festo-Elektrohobel, eine Husquarna-Stichsäge, ein Makita-Baustellenradio, ein Hilti-Bohrhammer, ein Hilti-Auspressgerät, ein Bosch-Hammer, ein Makita-Koffer für Trennschleifer, ein Sony-Fernseher, ein Philips-Fernseher, ein Samsung-Plasma-Fernseher, ein Freischneider von Stiehl und ein Freischneider Al-KO. (Foto: pob)

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