30. September 2019, 20:41 Uhr

Veith: Grüne sind doppelzüngig

30. September 2019, 20:41 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion

Weder ein Versorgungsposten noch eine politische Entscheidung - Oswin Veith (CDU) wehrt sich gegen die Vorwürfe der Grünen-Kreistagsfraktionen in Wetterau, Vogelsberg und Landkreis Gießen sowie der Grünen ZOV-Fraktion. Die hatten die Berufung Veiths als neuen Ovag-Vorstand kommentiert mit: »Es muss Schluss sein mit Führungspositionen für ehemalige Kommunalpolitiker. Angesichts von Klimawandel und schwieriger werdenden Bedingungen auf dem Energiemarkt braucht es vielmehr Fachleute an der Spitze des Unternehmens.« (die WZ berichtete)

Veith hält dagegen: »Einerseits muss ich nicht versorgt werden, denn als Mitglied des Bundestages und als Volljurist mit der Befähigung zum Richteramt stelle ich wahrlich keinen Versorgungsfall dar. Andererseits wissen die Grünen ganz genau, dass die Stelle nicht politisch besetzt wurde.« Die CDU-Kreisvorsitzende Lucia Puttrich hätte eine andere Person als Nachfolger von Rainer Schwarz installieren wollen. Doch der Aufsichtsrat der Ovag, »paritätisch besetzt mit Arbeitnehmervertretern«, habe sich »mit überwältigendem Ergebnis - so die Worte des Vorsitzenden Dr. Ulrich Lenz« für Veith ausgesprochen. »Diese Entscheidung wäre bestimmt nicht gefallen, wenn ich nicht die notwendige Kompetenz und Erfahrung für dieses Amt mitbringen würde.«

Mit der Ovag-Gruppe sei er seit über zehn Jahren eng verbunden: über sein Engagement im ZOV-Verbandsvorstand, in diversen Aufsichtsräten des OVVG-Konzerns (Oberhessische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft), davon mehrere Jahre Vorsitzender, als Mitglied der ZOV-Verbandsversammlung und als Vorsitzender der Hauptausschusses.

Es sei doppelzüngig, rügt Veith, wenn Grüne den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft kritisierten. Sie selbst würden das immer wieder tun »und sogar die Seiten wechseln, also in der Wirtschaft das Gegenteil von dem vertreten, was sie vorher in der Politik vertreten haben«. Dies sei bei ihm nicht der Fall. Daher seien die Vorwürfe der Grünen »völlig daneben und unangebracht«. Veith: »Ich bin seit über 20 Jahren in Aufsichtsräten von Unternehmen der Energiebranche tätig, bin Mitgründer der Mittelhessischen Energiegenossenschaft, seit sechs Jahren im Bundestag mit allen Gesetzgebungsverfahren zur Energiewirtschaft und zur Energiewende befasst, zugleich Dienstaufsicht für die Bundesnetzagentur und als Volljurist mit allen Themen des Aktien-, Handels- und Wirtschaftsrechts gut vertraut.« (Foto: pv)



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos