13. November 2019, 20:22 Uhr

Umstrittenes Projekt eingeweiht

13. November 2019, 20:22 Uhr
Mit Ministerin Angela Dorn (3. v. l.) freuen sich viele Ehrengäste über die Einweihung des Studentenwohnheims.

Noch sind der Außenbereich sowie der Neubau für das Studentenwohnheim in der Burg eher eine Baustelle. Im sanierten historischen Feldwebelbau, jetzt Haus I, sind die 31 Einzelappartements dagegen bereits belegt. Da der Innenausbau des neuen Hauses bereits abgeschlossen ist, hatte das Studentenwerk Gießen als Bauherr und Eigentümer für Mittwochnachmittag zur offiziellen Einweihung des 6,2 Millionen Euro teuren Projekts in das Dachgeschoss des Neubaus eingeladen, das als Gemeinschaftsraum genutzt wird.

Der Einladung gefolgt waren unter anderem Angela Dorn (Die Grünen), seit Januar Ministerin für Wissenschaft und Kunst, sowie die Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Büger (FDP) und Frank Steinraths (CDU). Vertreter der Stadt fehlten. Sowohl in den politischen Gremien Friedbergs als auch bei den Anwohnern gab es im Vorfeld Kritik an dem Bauprojekt in der historischen Burganlage, das erst durch einen Erbbaurechtsvertrag mit einer Laufzeit von 99 Jahren zwischen Land als Eigentümer der Burg und dem Studentenwerk ermöglicht worden war (die WZ berichtete mehrfach).

»Sie sind schon auf der richtigen Veranstaltung, wir sind draußen nur noch nicht ganz fertig«, sagte Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen. Mit der Umgestaltung des Feldwebelbaus und dem Neubau sei in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege ein »in die Burganlage gut integriertes Ensemble« entstanden. Explizit dankte Stobbe dem Land für die Unterstützung des Projekts, vom dem auch die Kommune profitiere, da die Zahl der hier lebenden Studenten nun weiter steige. Für Ministerin Dorn war die Einweihung »ein wunderbarer Tag an einem geschichtsträchtigen Ort«. Vergangenheit und Gegenwart würden verbunden. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Nicht jeder Student könne während seines Studiums in einer bezahlbaren Wohnung mit Turmblick leben.

»Eine Hochschule hilft einer Stadt und einer ganzen Region«, betonte Prof. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, der aber auch daran erinnerte, dass »nicht alle in der Stadt mit der Standortentscheidung glücklich waren«.

Für Susanne Kraus, Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks und Kanzlerin der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für die Studierenden »eine wichtige Säule unseres Auftrags«. Mit den 64 Plätzen in der Burg stieg die Zahl der Studentenwohnungen in der Kreisstadt von 216 auf 280.

Aus Berlin angereist war Achim Meyer auf der Heyde. Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks unterstrich in seinem Grußwort, dass jede geförderte Wohnung für Studenten zur Entlastung der angespannten Mietsituation in den Kommunen beitrage.

Nach dem offiziellen Teil und einem Imbiss bestand die Möglichkeit, mehrere der 13 bis 23 Quadratmeter großen und voll möblierten Apartments in den beiden Gebäuden, deren Miete je nach Größe zwischen 295 und 380 Euro liegt, zu besichtigen. Viele Gäste nahmen das Angebot an, mit zwei Stadtführern das Burggelände zu erkunden und den Adolfsturm zu besteigen.

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