28. August 2017, 19:04 Uhr

Über 3000 Besucher an zwei Tagen

28. August 2017, 19:04 Uhr
Die wichtige Funktion der Honigbiene und ihrer nahen Verwandten im Naturkreislauf wird bei den Imkern erläutert. Pfeil und Bogen gehörten schon vor 1200 Jahren zum Handwerkszeug. (Fotos: Storck)

Nach dem Kassensturz am Montag und einer ersten Nachbetrachtung zeigten sich alle beteiligten Vereine von der Resonanz der beiden Tage »Berstadt öffnet seine Höfe« zufrieden. Der Rechner des Vereins »1200 Jahre Berstadt«, Michael Geh, sprach von über 3000 Besuchern, die an den beiden Tagen auf dem etwa 1,3 Kilometer langen Rundkurs mit 61 Ständen flaniert waren.

Auch Feuerwehr-Vorsitzender Michael Käs zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden: Die Sperrung des Dorfkerns und die Parkplatzzuweisungen der Gäste seien ohne Probleme vonstatten gegangen. »Hier gilt unser Dank besonders den anderen Wehren aus der Gemeinde Wölfersheim. Ohne deren Hilfe wäre eine solche Großveranstaltung verkehrsmäßig nicht zu bewältigen gewesen.«

Käs blickte bereits auf das nächste Großereignis im Ort anlässlich der Ersterwähnung vor 1200 Jahren: »Wenn das Kreiserntedankfest am 10. September in Berstadt stattfindet, werden wir dies auch problemlos stemmen.« An diesem zweiten Septembersonntag sei lediglich eine der vier vom Sonntag gesperrten Straßen den Fußgängern vorbehalten; und zwar die untere Licher Straße mit dem Tanzhof bis zur Einmündung der Ludwigstraße.

Nicht nur Honigproduzenten

Auf das Kreiserntedankfest wurde am Samstag und Sonntag nicht nur mit Plakaten an Ständern hingewiesen. Auch einzelne Stände hatten die Landwirtschaft im Zeichen des Wandels thematisiert. So präsentierten im Hof der Familie Jäger in der Licher Straße die Berstädter Imker ihre Arbeit. Hier wurde nicht nur Bienenhonig in seinen Facetten vorgestellt, sondern auch der Stellenwert der summenden Insekten für unsere Umwelt erläutert. Die Besucher erfuhren, dass die Bienen nicht nur Produzenten des Honigs sind. Sie tragen entscheidend zur Artenvielfalt bei. Von ihren Bestäubungsleistungen würden auch rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge mit einem jährlichen Umsatzvolumen von etwa zwei Milliarden Euro in Deutschland abhängen.

Die Natur war auch das Thema im Hof Dieffenbach in der Oberpforte. Dort hatten die Jäger und der Ortsverein Nidda in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, in der zahlreiche Berstädter Bürger Mitglieder sind, ihr Domizil. Deren Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Eckhard war mit den Besucherzahlen im Hof sehr zufrieden und erläuterte: »Wir haben mit kleinen Spielen und einem Ratequiz primär die jüngsten Besucher angesprochen und wollten ihnen die Komplexität unserer Natur vermitteln. Ich denke schon, dass wir zahlreichen Besuchern aller Altersgruppen Denkanstöße mit nach Hause gegeben haben.«

Wild auf dem Speisezettel

Mitten im Ort, wo sich die Besucher besonders dicht drängten, stehen acht große Linden am einstigen Kriegerdenkmal. Dort hatte von Freitagnachmittag bis Sonntagabend der Clan of Donoghue seine Zelte aufgeschlagen und vermittelte mittelalterliche Atmosphäre. Was bei dem Clan auf keltische Wurzeln hinweist, sei ähnlich in Berstadt vor 1200 Jahren gehandhabt worden. Um den Speisezettel mit Wild zu bereichern, war der richtige Umgang mit Pfeil und Bogen notwendig. Die Grundfähigkeiten dieser Essensbeschaffung konnten die Besucher im Schatten der acht Linden erleben.

Zum Ausklang der beiden Tage spielten in den letzten Festtagsstunden am Sonntag die Wettertaler Musikanten am Tanzhof auf, ehe die Aufräumarbeiten, die sich auch am ganzen Montag hinzogen, diese Veranstaltung im 1200-Jahr-Reigen beendeten.

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