25. April 2018, 19:58 Uhr

U2-Betreuung bis 16.30 Uhr

25. April 2018, 19:58 Uhr
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Von Udo Dickenberger
Zur Kinderbetreuung in Wöllstadt, so wie hier im Kindergarten von Nieder-Wöllstadt, haben die Gemeindevertreter jetzt einige Änderungen beschlossen. (Foto: udo)

In der jüngsten Gemeindevertreterversammlung im Bürgerhaussaal ist eine veränderte Kindergartensatzung beschlossen worden. Die kommunalen Gremien hatten die neue Satzung zuvor erarbeitet. Grundlage war eine Bedarfsumfrage im Februar bei den Eltern der U3- und Ü3-Kinder sowie zukünftiger Kita-Kinder. Dadurch sollte herausgefunden werden, ob die derzeit gültigen Betreuungsmodule dem Nutzerverhalten entsprechen. Insbesondere wurde abgefragt, ob eine Erweiterung des Betreuungsangebots bis 18 Uhr täglich erforderlich ist. Ferner sollte ermittelt werden, für wie viele Eltern es wichtig wäre, innerhalb einer Woche verschiedene Betreuungszeiten buchen zu können.

Bürgermeisterwahl am 28. Oktober

Die neue Satzung berücksichtigt folgende Punkte: Die Betreuungszeiten werden nicht generell auf 18 Uhr ausgedehnt. Die Betreuungszeiten für U3-Kinder werden vereinheitlicht, auch U2-Kinder können nunmehr bis 16.30 Uhr betreut werden. Im Vorgriff auf die vom Landtag noch zu beschließende Beitragsfreistellung ab dem nächsten Kindergartenjahr wird für den Ü3-Bereich ein Kernmodul ohne Mittagessen von täglich 7 bis 13 Uhr eingerichtet. Bei Änderungen in der Berufstätigkeit, welche die Notwendigkeit einer Ganztagsbetreuung überflüssig machen, werden die Eltern verpflichtet, dies umgehend der Verwaltung mitzuteilen.

Ein fester Kostendeckungsgrad aus Elternbeiträgen von 25 Prozent sowie die jährliche Dynamisierung der Beiträge entsprechend der Kostenentwicklung werden eingeführt. Die Geschwisterermäßigung im Ü3-Bereich fällt weg, weil ab dem nächsten Kindergartenjahr voraussichtlich eine Gebührenfreistellung wirksam wird. Es sollen regelmäßige Bedarfsanfragen durchgeführt werden.

Eine weitere Entscheidung der Gemeindevertreter: Die Bürgermeisterwahl findet zusammen mit der Landtagswahl am 28. Oktober statt. Um eine Kollision mit den Kampagnen-Eröffnungen zu vermeiden, wurde der Termin für eine mögliche Stichwahl auf den 18., nicht auf den 11. November festgelegt.

Überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 145 000 Euro für die Bushaltestellen und Gehwege im Bereich der Nahversorgung wurden bewilligt. Bürgermeister Adrian Roskoni erläuterte, die Preise im Tiefbau seien erheblich angezogen. Kleinere Maßnahmen wie die Haltestellen und Gehwege seien für die Bauunternehmen oft unattraktiv. Manchmal gehe überhaupt kein Angebot ein. Jürgen Schweitzer (CDU) hob die enorme Kostensteigerung hervor. Günstigere Preise seien jedoch nicht in Aussicht. Sebastian Briel (FWG) betonte, der Bau der Bushaltestellen sei unverzichtbar. Bernd Hinkelmann (SPD) konnte die Kostensteigerung nicht nachvollziehen. Der ganze Standort der Nahversorgung sei falsch.

Der FWG-Antrag zu einer Aufwertung des Spielplatzes an der Neckarstraße wurde von der CDU mit weitergehenden Änderungen versehen und angenommen.

E-Fahrzeuge für den Bauhof

Der FWG-Antrag zur Förderung des Wochenmarktes durch Banner, Schilder und eine Kinderbetreuung wurde abgelehnt. Die Mehrheit befand, die Gemeinde unterstütze den Wochenmarkt durch den Verzicht auf Standgebühren und die kostenlose Bereitstellung der Toiletten im Bürgerhaus und durch kostenfreien Strom und Wasser bereits ausreichend. Die Gemeinde verdiene nichts am Wochenmarkt. Man dürfe den Geschäftsinhabern nicht durch eine zu weitgehende Unterstützung des Wochenmarktes schaden.

Der FWG-Antrag zur Anschaffung von Elektrofahrzeugen für den Bauhof wurde angenommen. Der Gemeindevorstand soll die Kosten, mögliche Einsparungen und Förderungsmöglichkeiten ermitteln.



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