Dass die Oberhessen wetterfest sind, zeigte sich am Wochenende beim 753. »Kalten Markt«. Obwohl sich nach einem sonnigen Auftakt am Freitag und Samstag Nieselregen mit stärkeren Schauern abwechselte, war das Traditionsfest auch am Sonntag gut besucht. Sowohl der Einkaufsbummel als auch der Besuch des Rummelplatzes haben einen festen Platz im Jahreskalender der Region.

Diesmal zog ein besonderes Schaugeschäft die Besucher an. Das »LaserPIX« verbindet eine klassische Geisterbahn mit Videospielelementen. Besucher können während der Fahrt mit Laserpistolen Ziele in der Bahn treffen und Punkte sammeln. Das Fahrgeschäft stand damit für das Rezept, das den »Kalten Markt« seit Jahrhunderten attraktiv hält: Tradition mit Innovation zu verbinden.

Festzelt mit hessischem Flair

Die Wurzeln des »Kalten Marktes« pflegt der Pferdemarkt, der sich heuer deutlich aufgewertet präsentierte. Während des Wochenendes konnten die Besucher Pferde in einem Stallzelt betrachten. Zusammen mit dem qualitativ verbesserten Angebot wurde dieser Marktbereich attraktiver. Neben einem umfangreicheren Programm aus Reit- und Hütehundvorführungen zog eine bisher noch kleine Gruppe von Ständen von Direktvermarktern aus der Region Besucher an.

Im Unterschied zu anderen Volksfesten, bei denen Schausteller und der Vergnügungspark im Vordergrund stehen, hat der »Kalte Markt« sich seine Tradition bewahrt. Immer noch nutzen viele Menschen die Möglichkeit, dort vor dem Winter Kleidung, Haushalts-geräte, Werkzeug oder auch Arbeitsgeräte zu kaufen. Neben der großen Auswahl sind es die direkten Vergleichsmöglichkeiten, die den Markt für Käufer interessant machen.

Mit Interesse, aber auch Skepsis wurde das Festzelt betrachtet. Nachdem in den Vorjahren ein norddeutsches »Almhüttenzelt« und das original bayerische Festzelt der Familie Widmann viel Kritik hervorgerufen hatten, betonte der diesjährige Festwirt Adi Ahlendorf, dass er ein hessisches Zelt stellen werde. So bescheiden er und sein Sohn Toni auftreten, so überzeugend war das Zelt einschließlich des Programms.

Mit den DJs »Buffalo & Wallace« landeten die Ahlendorfs bereits am Freitag einen Publikums- und Stimmungserfolg. Obwohl der Name der Band des Samstags, »Franken X-Press«, nicht die Zugkraft des DJ-Duos hat, war das Zelt auch am zweiten Tag gut besucht. Die Musiker traten zunächst im Gewand der traditionellen Volksmusik auf, beherrschten aber das komplette Repertoire der Party- und Stimmungsmusik und bezogen auch die Besucher in ihre Gaudi mit ein.

Das Volksfest endet am heutigen Familien-Dienstag, bei dem die Preise bei den Fahrgeschäften sowie an den Verpflegungsständen ermäßigt sind. Ab 15 Uhr gibt’s ein Kinderfest mit Kasperletheater und Wettspielen.

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