28. Mai 2019, 19:03 Uhr

Traumsieg für Dorheim

28. Mai 2019, 19:03 Uhr
Für die Feuerwehren gilt es, alle Schritte von der Alarmierung über die Personenrettung bis zum Löschen des Brandes möglichst korrekt abzuarbeiten.

Mit einem makellosen Ergebnis hat die Freiwillige Feuerwehr Dorheim beim Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung die sieggewohnte Staffel aus Ober-Mockstadt auf den zweiten Platz verwiesen. Mit 100 Prozent erreichte die Gruppe am Samstag in Echzell die höchstmögliche Punktzahl und übertraf das Ergebnis der Ober-Mockstädter, die den Wettbewerb in den vergangenen beiden Jahren souverän gewonnen hatten, um 0,33 Prozent.

Das Ergebnis zeigt zugleich die Leistungsdichte der Teilnehmer des Kreisentscheids. Die ersten vier Mannschaften erreichten jeweils mindestens 99 Prozent der möglichen Punkte, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil ermittelt werden. Nur die letzten vier der 19 teilnehmenden Feuerwehren lagen unter 90 Prozent. Die letztplatzierte Mannschaft aus Kefenrod zeigte mit 82 Prozent der möglichen Punkte nicht nur ihren ebenfalls guten Ausbildungsstand. Wenige Stunden nach dem Kreisentscheid bewiesen die Feuerwehrleute bei einem Wohnhausbrand zudem, dass sie ihr Handwerk unabhängig von Wettbewerbsplatzierungen souverän beherrschen.

Der Wettkampf selbst stellt im praktischen Teil einen solchen Brand nach. Dabei gilt es, alle Schritte von der Alarmierung über die Personenrettung bis zum Löschen des Brandes möglichst korrekt nach den Vorschriften der Feuerwehr abzuarbeiten. Präzision geht dabei vor Schnelligkeit. Auch kleine Ungenauigkeiten wie ein nicht korrekt verlegter Schlauch führen zu Punktabzügen. Erst bei gleicher Punktzahl entscheiden korrekt gefertigte Knoten und letztlich die Zeit über die Platzierung.

Kameradinnen längst unentbehrlich

Davon profitierte diesmal auch die Gruppe aus Unter-Schmitten. Denn dass ein Leiterträger beim zweiten Teil des Löschangriffs stolperte, wirkte sich zwar auf die Zeit-, nicht aber auf die Punktewertung aus. So reichte es für die Gruppe mit 99,0 Prozent immer noch zum vierten Platz hinter Glauberg (99,34 Prozent).

Vor allem aus dem Ostkreis beteiligten sich viele Feuerwehren an dem Kreisentscheid. So nahm Nidda mit einer Staffel (sechs Feuerwehrleute) und der Gruppe aus Unter-Schmitten teil. Ortenberg trat wie die Gastgeberwehr Echzell mit zwei Gruppen an. Aus Büdingen gingen sogar zwei Gruppen und eine Staffel an den Start.

Unter den Helmen steckten oft auffallend junge Gesichter. Die Leistungsübung ist für sie Teil der Ausbildung, damit nicht nur im Wettkampf, sondern später auch bei einem Einsatz jeder Griff sitzt. So ist beispielsweise die Gruppenführerin der Mannschaft aus Bleichenbach erst im vergangenen Jahr aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung gewechselt. Mit einem hohen Frauenanteil zeigte ihre Gruppe, die 87 Prozent der Punkte erreichte, dass die Kameradinnen in den Einsatzabteilungen längst unentbehrlich geworden sind.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Unter-Schmitten
  • Wetteraukreis
  • Oliver Potengowski
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.