16. September 2019, 11:15 Uhr

70. Friedberger Herbstmarkt

Tausende strömen bei Kaiserwetter auf die Seewiese

Friedberg (har). Echtes Kaiserwetter bescherte dem 70. Herbstmarkt seit dem Zweiten Weltkrieg am Wochenende einen Ansturm, der schon vor der Eröffnung am Freitagabend einsetzte.
16. September 2019, 11:15 Uhr
Gruppenbild mit Partnern: Bürgermeister Antkowiak (2. v. l.) und Erste Stadträtin Götz mit Vertretern des Europaclubs sowie Gästen aus Frankreich, Portugal, Italien und England. (Foto: Loni Schuchardt)

Unzählige Besucher fotografierten beim Herbstmarkt-Rundgang den kleinen Umzug mit dem Musikcorps Dorheim, Marktmeister Norbert Simmer, Bürgermeister Dirk Antkowiak, Gästen aus den Partnerstädten, Politikern und vielen Bürgern. Von der Gourmetwiese ging’s quer über den Festplatz bis zum Zelt.

Nach den lauten Knallern des Wetterauer Böllervereins zogen die Besucher, angeführt von Simmer und dem Musikcorps, ins Zelt, wo es allerdings nicht ganz so voll war wie im Vorjahr. Erst spät kam am Abend Partystimmung auf, wofür erstmals die junge Partyband »Die Pröllergeisda« aus St. Englmar im bayerischen Wald sorgte.

Derweil steppte auf dem Festgelände der Bär. Nach 21 Uhr war vor dem Taumler oder dem Break Dancer teilweise kein Durchkommen. Auch vor den anderen Fahrgeschäften wie dem Musik-Express oder dem X-Factory herrschte Hochbetrieb, genauso an den vielen Buden und Verkaufswagen.

Nicht nur die Jugend feierte draußen. Kaum ein Platz frei war auf den Bänken auf der Gourmet-Wiese vor dem Krammarkt, auf dem sich die Besucher mit mehr oder weniger nützlichen Dingen eindecken konnten. »Tolle Atmosphäre hier draußen, und das bei diesem warmen Wetter«, schwärmte eine Besucherin und genoss mit Freunden den Wein der Winzerfamilie Kost. Auch Flammkuchen, Champignons, holländische Poffertjes und Kartoffeltwister fanden Abnehmer. Ein kleines Kettenkarussell drehte auf der Gourmetwiese erstmals seine Runden.

Der Samstag startete bei erneut schönstem Wetter früh mit dem »Flohmarkt der Region«, an dem erstmals auch Nicht-Friedberger teilnehmen durften. »Wir waren schon um zehn nach Fünf hier, um den guten Platz am Fahrweg zu bekommen«, erzählte die Ossenheimerin Christina Mogk, die am späten Vormittag mit dem Verkauf von Kleidung und Haushaltsgegenstände zufrieden war.

»Man trifft hier viele nette Menschen, das Gelände hat ein besonderes Flohmarktflair«, meinte Stammbesucher Oli Rost aus Butzbach. Auch auf dem Festplatz und dem Krammarktgelände war ab Mittag viel los. Gegen Abend wurde es immer voller, auch im Festzelt, wo die Partyband »Musikuss« aus Ingolstadt dafür sorgte, dass die Mehrzahl der Besucher auf den Bänken stand.

In Dirndl und Lederhosen

Jung und alt feierten gemeinsam eine fröhliche Party, selbst in den proppenvollen Gängen. Viele waren im Dirndl oder in Lederhosen erschienen. Bis weit nach Mitternacht ging das Partytreiben. Festwirt Franz Widmann war nach dem etwas ruhigeren Auftakt am Tag zuvor zufrieden. »Es läuft«, meinte der Landshuter, während die Bedienungen kaum mehr durchkamen, was dazu führte, dass an beiden Bierschänken die Schlangen rekordverdächtig waren.

Schon um 7 Uhr starteten am Sonntag die ersten Wanderer zum Herbstmarktwandern des SV Blau-Gelb auf zwei unterschiedlich langen Strecken. Als Belohnung gab es für die Wanderer neben einer Medaille einen Gutschein für eine von über 300 Portionen Erbsensuppe aus der DRK-Feldküche. Sehr gut besucht war die große Tiershow mit zahlreichen Vorführungen und einem bunten Rahmenprogramm, unter anderem mit einer Ausstellung des Geflügelzuchtvereins Ockstadt. Am Mittag öffneten die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt.

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