11. November 2019, 20:46 Uhr

Tablette statt Infusion

11. November 2019, 20:46 Uhr
Preisträgerin Dr. Katharina Classen (2. v. l.), umrahmt von Dr. Katharina Madlener (r.), Diana Klövekorn und Prof. Uwe Lange. (Foto: Kerckhoff-Klinik GmbH)

Während der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik unter der Leitung von Dr. Katharina Madlener ist der Klövekorn-Award in diesem Jahr bereits zum vierten Mal verliehen worden. Ziel des Preises ist es, Herzchirurgen an der Kerckhoff-Klinik für besondere Projekte oder wissenschaftliche Tätigkeiten zu ehren. Gewürdigt wurde Dr. Katharina Classen, Leiterin der Transplantationsambulanz, für ihr besonderes Engagement in einem Forschungsprojekt der Kerckhoff-Klinik.

Seit mehr als 25 Jahren ist Classen als Ärztin in der Kerckhoff-Klinik tätig. Ausgezeichnet wurde sie jetzt für ihre Mitarbeit an der Studie »1 x wöchentliche Bisphosphonatgabe verhindert eine Abnahme der Knochendichte bei Patienten mit Herztransplantation«. Die Studie wurde 2018 in »Clinical Transplantation« veröffentlicht. »Der Klövekorn-Award ist ein ganz besonderer Preis, über den ich mich sehr freue«, sagte Classen. »Dieser gilt aber nicht nur mir, sondern insbesondere auch meinen Kollegen der Rheumatologie, Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner und Prof. Dr. Uwe Lange sowie PD Dr. Manfred Richter aus der Herzchirurgie. Ohne die gemeinsame Arbeit wäre es kaum möglich gewesen, eine solche Studie erfolgreich abzuschließen.«

»Patienten nach Transplantationen entwickeln durch die Gabe von Immunsuppresiva häufig eine Osteoporose, die auf die Medikamente zurückzuführen ist. Bisher wurden die Bisphosphonate vor allem über Infusionen verabreicht. Mit der nun vorliegenden weltweit einzigartigen Studie konnte jetzt nachgewiesen werden, dass auch die orale Gabe zu einer Verbesserung der Knochenstruktur führt und die Knochendichte stabil gehalten werden konnte«, heißt es in einer Pressemitteilung der Kerckhoff-Klinik. Für Patienten sei das eine enorme Erleichterung, denn sie müssten nicht mehr zum Arzt für eine Infusion, sondern könnten eine Tablette ganz einfach oral zu Hause einnehmen. Zusätzlich würden die Kosten durch diese Behandlung wesentlich gesenkt.

»Unsere interdisziplinäre Studie ist richtungsweisend, und es freut mich besonders, dass der Klövekorn-Award in diesem Jahr Frau Dr. Katharina Classen aus unserer AG überreicht wurde. Dank der akribischen Patienteneinschlüsse von Frau Dr. Classen erreichten wir mit der Studie ein Spitzenergebnis«, betonte Prof. Uwe Lange, zweiter Vorsitzender des Vereins, Direktor der Abteilung Physikalische Medizin und Osteologie sowie stellvertretender Direktor der Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik, in seiner Laudatio.

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