30. August 2019, 21:11 Uhr

Swingende Musik, einfühlsame Texte

30. August 2019, 21:11 Uhr
Gute Stimmung: Dieter Körber (l.) bedankt sich bei »Jazz4Friends«. (Foto: pv)

Der »LiteraturTreff« hatte zu seinem vierten literarischen Sommerfest geladen, zum dritten Mal unter dem Motto »Jazz und Literatur«. Vereinsvorsitzender Dieter Körber begrüßte die Gäste im ausverkauften »KUHtelier« in Groß-Karben und übernahm gekonnt die Moderation.

Im Zusammenspiel mit der Band »Jazz4Friends« entwickelte sich ein unterhaltsames, swingend-mitreißendes Sommerfest. Es musizierten Nicola Piesch, die auf den Congas, mit Querflöte und mit ihrem Gesang, begleitet von der Ukulele, aufwartete; am Klavier saß Dieter Wierz, E-Bass spielte Michael Bolowich, Trompete Oliver Zimmer. Die Besucher wurden von den Klängen der Band bezaubert. Und sie lauschten gebannt den Lesungen.

Den literarischen Teil des Programms eröffnete Barbara Metz mit einer Ode »An die Sonne«, einem Gedicht von Ingeborg Bachmann. Es folgte Patrick Süßkinds Erzählung »Die Taube«, auszugsweise vorgetragen von Almut Rose.

Rosi Kärcher widmete sich Flann O’Brians satirischem Text »Buchhandhabung« aus den Kolumnen für die Irish Times. Barbara Metz trug Heinrich Heines »Waldeinsamkeit« vor. Kurt Tucholskys satirischer Text »Wo kommen die Löcher im Käse her?« hatte sich Dieter Körber vorgenommen. Er gab den Personen im Text eigene Stimmen und eigene Intonation. In der Pause wurden zur Freude der Besucher diverse Salate und heiße Würstchen gereicht. Es folgte die Band mit »Some body loves me«. Weiter ging es mit der Gerhard-Zwerenz-Satire »Der eigene Rhythmus«. Ingrid und Robert Axt lasen dialogisch. Theodor Storms Gedicht »Katzen« wurde von Heidi Walter vorgetragen. Hans Kärcher und Manfred Mattner hatten sich dem Dramolett »Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen« von Thomas Bernhard angenommen. Ihre dialogische Lesung erntete viel Beifall. Nach der Musikeinlage »Girl from Ipanema« ging es weiter mit der Zwerenz-Satire »Die Auferstehung des Odenwälder-Karl«. Auch hier konnten Ingrid und Robert Axt mit ihrer spritzigen Interpretation überzeugen. Anmutig und einfühlsam Heidi Walter mit dem Gedicht von Mascha Kaléko »Sozusagen grundlos vergnügt«.

Sketche von Loriot

Die Band spielte »L-O-V-E« und nach kurzer Kaffeepause »Exactly like you«. Literarisches ließ Claudia Weishäupl folgen mit Gedichten von Kurt Tucholsky: »Augen in der Großstadt«, »An das Baby« und »Mona Lisa«. Lebhaft und witzig lasen Rosie Cordsen-Enslin und Karin Schrey die Ephraim-Kishon-Erzählung »Alle Tiere sind schon da«. Helmut Regenfuß trug aus Mark Twains »Adams Tagebuch« vor. Zum Abschluss des literarischen Teils spielten Ingrid Axt und Fritz Böhner Sketche von Loriot. Mit Lachen und Beifall wurden die beiden überzeugenden Komödianten verabschiedet.

Unter den Klängen von »Sweet Georgia Brown« sollte das Programm enden, doch die Besucher erbaten Zugabe um Zugabe. Und dies nach vier Stunden anspruchsvollem Programm. Das war »eine Art Ritterschlag« für den Karbener »LiteraturTreff«, befindet Vorsitzender Dieter Körber.

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