06. Juli 2019, 12:00 Uhr

Trockenheit

»Stress« für Flora und Fauna durch Wasserknappheit

Es ist heiß und regnet kaum. In den Flüssen und Bächen führt das »Stresssituationen« für Flora und Fauna. Auch deshalb sind Wasserentnahmen aus Flüssen vom Wetteraukreis untersagt worden.
06. Juli 2019, 12:00 Uhr
Die Usa bei Ober Mörlen. (Foto: pv)

Ergiebiger Regen ist seit Wochen Mangelware. »Die Wasserführung in den oberirdischen Gewässern des Wetteraukreises ist stark zurückgegangen. Stellenweise beginnen Gewässer schon trocken zu fallen«, sagt Kreisbeigeordneter Matthias Walther (CDU) als zuständiger Dezernent für die Kreis- und Regionalentwicklung.

»Aufgrund der aktuellen Abflusssituation in nahezu allen Fließgewässern führt jegliche zusätzliche Belastung, besonders durch Wasserentnahmen, sowohl im Einzelfall als auch in der Summe zu einer erheblichen und weitreichenden Beeinträchtigung von Bächen und Flüssen«, ergänzt Thomas Buch, Leiter der Fachstelle Wasser- und Bodenschutz der Kreisverwaltung. Walther: »Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen sind daher bis auf wenige Ausnahmen ab sofort und bis auf Weiteres unzulässig.«

Auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Naturschutz und Umwelt können die einzelnen Pegelstände eingesehen werden: (www.hlnug.de/static/pegel/wiskiweb2). Die Wassergesetze räumen den Bürgern im Rahmen des Eigentümer- und Anliegergebrauchs zwar umfangreiche Nutzungsmöglichkeiten an Gewässern ein. Doch das gilt nur, wenn keine wesentliche Verminderung der Wasserführung oder Beeinträchtigung des Wasserhaushalts zu erwarten ist. Walther: »Dieser Fall ist nun eingetreten.«

Außerdem sei zu bedenken, dass der Hauptanteil des in den Gewässern derzeit noch abfließenden Wassers oft aus gereinigtem Abwasser besteht. Beim Einsatz zur Gartenbewässerung seien daher auch hygienische Belange zu beachten.

Wie die Kreisverwaltung weiter mitteilt, ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit keine Entschärfung der Lage in Sicht. Die zu erwartenden Niederschläge werden eher lokal und nur kurzzeitig für leichte Entspannung sorgen. Ein Großteil werde derzeit ohnehin von der Vegetation regelrecht aufgesogen und komme erst gar nicht in den Gewässern zum Abfluss.

Momentan ist es daher verboten, den Flüssen und Bächen Wasser für den Garten zu entnehmen, teils sogar mit Pumpen, wie Mitarbeiter der Kreisverwaltung feststellten. Nicht nur Ackerflächen, Blumen und Gemüsepflanzen seien vom Austrocknen bedroht, dies gelte auch für die in den Gewässern lebenden Tiere und Pflanzen.

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