11. November 2018, 22:47 Uhr

Steffen Maar macht das Rennen

11. November 2018, 22:47 Uhr

Der neue Bürgermeister von Rosbach heißt Steffen Maar. Der 47-Jährige setzte sich in der Stichwahl am Sonntag mit 54,3 Prozent gegen Mitbewerber Christoph Käding (45,7 Prozent) durch. Maar wird sein Amt am 17. März antreten.

Nach dem Kopf-an-Kopf-Rennen in der ersten Runde, als beide fast gleichauf gelegen hatten, war es am Sonntag doch ein deutlicher Sieg: Steffen Maar (unterstützt von CDU, Grünen, »SALZ« und den Freien Wählern) hatte in fast allen Wahlbezirken die Nase vor seinem ebenfalls unabhängigen Mitbewerber Christoph Käding (unterstützt von SPD, »Stimme« und Freien Wählern). Als Bürgermeister Thomas Alber um 19 Uhr im Rathaus vor die Menge trat, um das Ergebnis zu verkünden, fehlte zwar noch ein Briefwahlbezirk, am Ausgang änderte das aber nichts mehr. Maar nahm die Glückwünsche entgegen und dankte Käding sowie den übrigen Mitbewerbern für einen fairen und kollegial geführten Wahlkampf. Er erneuerte sein Gesprächsangebot an alle politischen Kräfte in der Stadt, gemeinsam das Wohl Rosbachs in den Fokus zu stellen und die Streitereien zu beenden. Applaus der anwesenden (Partei-)Freunde und Verwaltungsangestellten folgte.

Viele Kommunalpolitiker machten am Abend deutlich, dass sie auf eine bessere Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister hoffen als dies mit Thomas Alber der Fall war. Eine Fortsetzung der Lagerbildung im Parlament wünscht sich keiner. »Wir sehen in Maar kein Feindbild«, betonte etwa der »Stimme«-Vorsitzende Dieter Kurth, dessen Wählerbündnis Käding unterstützt hatte – wie nach der ersten Runde auch die SPD.

 

Wunsch: Gräben zuschütten

 

CDU-Vertreter Jörg Egerter, der Maars Wahlkampf mit geleitet hatte, kam wie Parteikollege Henrik Schnabel aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Beide zeigten sich zuversichtlich, dass Maar es schaffen wird, die nach Albers Wahl entstandenen Gräben zuzuschütten.

»Ich weiß, worauf ich mich da einlasse«, sagte Maar der WZ. Er kenne viele der Protagonisten im Parlament persönlich und komme gut mit ihnen aus, sagte der Ockstädter mit Rosbacher Wurzeln. Er versprach, alle Fraktionen immer rechtzeitig zu informieren und »keine Politik im Hinterzimmer« zu betreiben.

Gut möglich, dass ihm dabei Christoph Käding begegnet. »Ich will weiter mitmischen. Meine Kandidatur war ja keine fixe Idee«, sagte der 50-Jährige, der Maar eine »gute Hand, Kraft und Geschick« wünschte. Ihm war die Enttäuschung am Abend anzumerken, er zeigte sich aber auch erleichtert, dass die elf Monate harter Arbeit vorbei sind. Alber hatte ihn zuvor beglückwünscht, »als Neuling mit Bravour einen solchen Erfolg« erzielt zu haben.

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