30. September 2019, 20:41 Uhr

Staffelstab für guten Zweck weitergereicht

30. September 2019, 20:41 Uhr
Martin Schaper (M.) hat die Organisation des Benefizlaufs, hier symbolisiert durch den Staffelstab, an Round Table 123 weitergegeben. Der Club bedankt sich mit einem Geschenk - (v. l.): Nico Gerhardt, Johannes Mende, Erster Stadtrat Peter Krank, Dr. Christoph Höhn (»Ärzte ohne Grenzen«), Nicolai Krafft und Hessam Mir-Monsef.

Insgesamt 14 Jahre lang hat Dr. Martin Schaper den Bad Nauheimer Benefizlauf zugunsten der Organisation »Ärzte ohne Grenzen« im Sprudelhof mit viel Herzblut organisiert. Nun hat er den Staffelstab weitergereicht. Round Table 123 Bad Nauheim ist stolz darauf, die Organisation für die erfolgreiche Aktion übernehmen zu dürfen. Erstmals hatte der Club unter seiner Organisation zum Benefizlauf aufgerufen, viele Teilnehmer folgten der Einladung am Sonntag, drehten Runde um Runde für den guten Zweck.

Insgesamt 110 Läufer sind beim Benefizlauf aktiv gewesen. Sie legten zusammen 713 Runden zurück, was 784 Kilometern entspricht. Opti-Mum stellte die meisten Läufer, 39 an der Zahl, die es auf insgesamt 229 Runden brachten. Den Rekord mit den meisten Runden stellte ein Läufer der Firma Güldener Metallbau auf: Er schaffte 23 Runden, also 25 Kilometer.

Der Benefizlauf ist eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt. 250 000 Euro kamen bei den vorangegangenen Spendenläufen für »Ärzte ohne Grenzen« zusammen. »Was Martin Schaper da geleistet hat, ist der Wahnsinn«, sagte der Präsident von Round Table 123 Bad Nauheim, Dr. Johannes Mende. Als seitens des Clubs über die Fortführung des Benefizlaufs diskutiert worden sei, sei die einstimmige Entscheidung gefallen, die Organisation der traditionellen Veranstaltung zu übernehmen. »Es ist wichtig, über den Tellerrand zu schauen«, sagte Schaper. Man müsse den Blick auf das richten, was in der Welt passiere. Schaper bedankte sich bei allen Unterstützern, ehe er den Staffelstab an Mende überreichte.

Neue Technik im Einsatz

Gemeinsam mit Nicolai Krafft und Hessam Mir-Monsef bildet Nico Gerhardt hier nun die Taskforce von Round Table. »Unser Club ist von Beginn an dabei gewesen«, wie Gerhardt erklärte. Viele Menschen stehen hinter dem Benefizlauf. So auch die Mitglieder von »Old Table 321«, die Round Table bei der Durchführung gerne unterstützen. Das Prinzip ist nach wie vor simpel: Läufer suchen sich im Vorfeld Sponsoren, sei es den Arbeitgeber, Freunde, Familie oder andere Spendenwillige. Anschließend drehen sie möglichst viele Runden für den guten Zweck. Viele Unternehmen, Vereine oder Privatpersonen nehmen Jahr für Jahr teil.

Gerhardt präsentierte eine Neuerung, die Data Matrix Cards. Mit dieser werden die Runden nun gescannt. Festgehalten werden auch die Laufzeiten, die auf einem großen Bildschirm sichtbar werden. Als Anreiz unter anderem für den aktivsten Läufer oder Sponsoren, gab es Freiflüge des Aero-Clubs. Umrahmt wurde der Lauf wieder mit einem umfangreichen Angebot, das vom frisch gepressten Orangensaft über die Weinprobe bis hin zur Kinderanimation und Livemusik reichte. Syrien, Jemen, Afghanistan oder Kongo - überall auf der Welt leisten »Ärzte ohne Grenzen« medizinische Nothilfe. Dies ist meist der Fall bei bewaffneten Konflikten sowie bei den Folgen von Flucht und Vertreibung, bei Epidemien und Naturkatastrophen. Ungeachtet der ethnischen Herkunft oder der politischen und religiösen Überzeugungen reagieren die Ärzte auf akute Not. Dabei bleiben sie neutral. »Ärzte ohne Grenzen« ist auch auf Privatspenden angewiesen. Als Ansprechpartner stand hier Dr. Christoph Höhn Interessierten zur Seite. »Hier haben sich Mediziner zusammengeschlossen, die aufgrund ihres geleisteten Eids die Notwendigkeit des ›Handelns statt Redens‹ noch stärker empfinden als die meisten anderen Menschen dies tun«, lobte Erster Stadtrat Peter Krank in seinem Grußwort. »Sie sind dort, wo es brennt, Sie machen Mut!«

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