09. Februar 2017, 20:32 Uhr

Stadtwald wird auf die Klimaerwärmung vorbereitet

09. Februar 2017, 20:32 Uhr
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Aus der Redaktion

Der Klimawandel stellt auch für die Waldwirtschaft in Rosbach eine Herausforderung dar. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Hessen, Anselm Möbs vom Forstamt Nidda, sprach kürzlich vor dem »Rosbacher Forum« über die zu erwartenden Änderungen. Der Temperaturanstieg werde zu trockeneren, etwa 2 bis 3 Grad wärmeren Sommern sowie zu niederschlagsreicheren und deutlich milderen Wintern führen. Die Vegetationszeit dürfte sich um zwei Monate verlängern. Wärme-liebende Arten würden zunehmen. Darauf müsse sich auch die Rosbacher Waldwirtschaft rechtzeitig einstellen.

Laut Möbs sind zum Ende des 21. Jahrhunderts Temperaturverhältnisse wie im Pliozän (vor etwa fünf Millionen Jahren) zu erwarten. »In dieser Zeit gab es in Mitteleuropa sogenannte grüne Falllaubwälder, die neben einigen durch die Eiszeit ausgestorbenen Baumarten, wie zum Beispiel die Douglasie, viele uns heute bekannte Gattungen beherbergten.«

Der Referent stellte jedoch auch dar, dass wegen der Komplexität der Wirkungsmechanismen die Auswirkungen schwer abschätzbar seien. Deshalb gelte es, vorsorglich nach widerstandsfähigem Baumbestand Ausschau zu halten und für eine genetische Vielfalt zu sorgen.

Wie Revierförster Michael Knebel berichtete, dominieren Buchen und Eichen den Rosbacher Stadtwald. Fichten hätten keine große Zukunft mehr; weshalb man lieber Douglasien anpflanze, um Nadelholz für die folgende Waldgeneration zu erhalten.



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