18. Juni 2019, 20:28 Uhr

»Stadt für alle Generationen«

18. Juni 2019, 20:28 Uhr
Dr. Ralf Binsack

Anfang 2020 sind die Niddataler zur Bürgermeisterwahl aufgerufen. Einer der Kandidaten ist Dr. Ralf Binsack (parteilos). Er ist auch Sprecher der BI Gollacker, die versucht, das Baugebiet zwischen Assenheim und Bruchenbrücken zu verhindern. In einer Pressemitteilung stellt er nun seine Ziele vor.

Eines seiner Ziele: »Niddatal soll von seinen Bürgern getragen, geprägt und mitgestaltet werden.« Zudem solle die Stadt Vorbildfunktion haben und eine Stadt für alle Generationen sein. Und: »Niddatal soll sich nach einem langfristigen, ganzheitlichen Konzept entwickeln.«

Der erste Punkt sei der wichtigste, »denn lokale Politik kann einiges, aber noch viel mehr, wenn Bürgerinnen und Bürger sich engagieren - wo auch immer«. Seien es Vereine, ehrenamtliche Positionen, Bürgerinitiativen - wer aktiv sein wolle, solle Unterstützung erfahren. Viele Dinge müssten einfach gelebt und nicht verordnet werden, sagt Binsack. So könnte es beispielsweise Städtepartnerschaften nur geben, wenn sie von jemandem aktiv getragen werden. »Regelmäßige Bürgerversammlungen zum Meinungsaustausch und eine ordentliche Informierung sowie transparente Aktionen von Seiten der Stadt sollten dabei selbstverständlich sein.«

Dass die Stadt Vorbildfunktion haben solle, sei ein Anspruch, der für alle politischen Bereiche gelte - »bei allen Entscheidungen oder Projekten sollte versucht werden, es nicht nur gut, sondern besser als andere zu machen«. Dies sei laut Binsack aktuell nicht der Fall. Ein Beispiel sei die geplante Kita in Ilbenstadt: »Während die Stadt Karben innerhalb von kurzer Zeit, mit relativ geringen finanziellen Mitteln eine Kita umsetzt, welche sogar genug Plätze hat, um einige davon der Stadt Niddatal anbieten zu können, entschließt sich die Stadt Niddatal nach jahrelangem hin und her endlich einmal zu einer europaweiten Ausschreibung der Planung für die Kita in Ilbenstadt«, sagt Binsack.

Mit dem Punkt, dass Niddatal Stadt für alle Generationen sein solle, solle sichergestellt werden, dass sich Niddatal neben (jungen) Familien auch um Jugendliche und Senioren kümmere. »Zumindest ein Jugendzentrum in Niddatal wäre wünschenswert, ebenso die Schaffung von Städtepartnerschaften für einen Jugendaustausch. Für die ältere Generation muss eine ausreichende medizinische Versorgung vor Ort geschaffen werden, und dem Seniorenheim ›Taunusblick‹ sollte die richtige Aufmerksamkeit gegeben werden.«

Und, heißt es weiter: »Statt Aktionismus hier und da müssen in der Zukunft sämtliche Bauprojekte auf einem klaren Konzept beruhen. Gerade bei Neubaugebieten muss im Vorfeld die passende Infrastruktur gegeben sein: Man benötigt Ärzte, Kindergärten, Brandschutz durch die Feuerwehr, Kultur- und Freizeitangebote etc.« Auch beim Straßenbau sei langfristig zu planen - neben Verkehrsberuhigung sollten laut Binsack auch Ideen für neuere Technologie umgesetzt werden - zum Beispiel der Einsatz von autonomen Elektrobussen innerorts. »Neben diesen infrastrukturspezifischen Aspekten geht es allerdings auch darum, die Natur in und um Niddatal zu erhalten.« (Foto: pv)

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