20. November 2017, 18:38 Uhr

Sponsoren weiterhin gesucht

20. November 2017, 18:38 Uhr
Gustav Jung

Die Mitgliederzahl des Vereins »Wind- und Wasserkunst« ist innerhalb weniger Wochen um die Hälfte auf 105 angestiegen. Die große Pfingstveranstaltung an der Langen Wand habe dem Verein noch am gleichen Tage viele Neuzugänge beschert, wie der Schriftführer des Vereins, Christian Purschke erklärt. Zweck des vor vier Jahren gegründeten Vereins ist die Förderung der Kunst und Kultur, des Denkmalsschutzes und der Denkmalpflege, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, der Forschung und der Volksbildung. Das große bekannte Ziel: Die Rekonstruktion des Windmühlenturms. Die Gesamtkosten betragen 450 000 Euro.

Am Freitag lud der Verein abseits der Versammlungen zum Mitgliedertreffen ins Hotel Rosenau ein. Hier erläuterte Gustav Jung »Denkmalpflegerische Aspekte bei der Sanierung und Rekonstruktion historischer Industriedenkmäler« mit all seinen Auflagen und Hürden. »Ist dieses Projekt zu verwirklichen?«, lautete da abschließend die Frage. »Das meiste ist vollbracht«, beruhigte Jung die Anwesenden. Verträge mit der Stadt sind unterzeichnet, das Sanierungskonzept mit allen einzelnen Schritten und Leistungen ersichtlich. Benötigt werden weiterhin finanzielle Mittel und Sponsoren, die sich an der Rekonstruktion des technischen Denkmals beteiligen.

Die Aufgabe sei mit Dekoflügeln allein nicht bewältigt. Neben einer drehbaren Haube, möchte »Wind & Wasserkunst« auch den hölzernen Balancier wieder aufbauen.

Mit einem Vortrag über die Nauheimer Saline eröffnete der Vereinsvorsitzende Dr. Thomas Schwab den Abend und zeigte sich erfreut über das große Interesse. Für seine Präsentation wählte Schwab Ausschnitte seines früheren Vortrags »Von den Kelten bis zur Gegenwart« Während es mit einem ausgeklügelten System von Solebecken und Siedeöfen sowie industrieller Arbeitsorganisation den Kelten gelang, aus Sole gewinnbringend Salz zu produzieren, waren es im 18. Jahrhundert schließlich die Gradierbauten und die Technik der wind- und wassergetriebenen Solepumpen, die eine rentable Salzgewinnung ermöglichten.

Ein fataler Orkan

Dank herausragender Wissenschaftler und Techniker wurde Nauheim im 18. Jahrhundert schließlich zu einer der modernsten Salinen Europas. Joseph Todesco aus Savoyen führte in Nauheim 1716 als erster in Deutschland die Schwarzdorn-Gradierung ein. Jakob Sigismund Waitz von Eschen später Minister unter Friedrich dem Großen, modernisierte die Saline durch neue technische Anlagen grundlegend. Im Herbst 1824 wurden bei einem Orkan die Flügel und die Turmkappe zerstört. (Foto: cor)

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