17. August 2017, 20:22 Uhr

Spaziergang durch »Klein-Venedig«

17. August 2017, 20:22 Uhr
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Aus der Redaktion
Derer Brücken gibt es in Staden jede Menge. Eine von ihnen heißt Seufzerbrücke – so wie in Venedig, wie MdL Lisa Gnadl bei einem Rundgang erfährt. (Foto: pv)

Die vierte Station der Sommertour der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl (SPD) mit dem Titel »Wetterauer Wasserwelten« führte in den Florstädter Stadtteil Staden, der im Volksmund den Beinamen »Klein-Venedig der Wetterau« trägt.

Mit Natur- und Kulturführerin Katrin Schwendemann machten sich Gnadl und rund 25 Bürger auf zu einem zweistündigen Rundgang. Mit dabei waren Bürgermeister Herbert Unger, die Bundestagskandidatin Natalie Pawlik sowie die Ortsvorsteher von Staden und Stammheim, Claus-Peter Opper und Horst Schmidt.

Die Gruppe nahm die zahlreichen kleinen Brücken in Augenschein, die über die Nidda und den Mühlbach führen. Wie Venedig verfügt auch Staden über eine Seufzerbrücke, die die beiden angrenzenden Türme verbindet, von denen wohl einer als Gefängnis und der andere als Folterturm benutzt wurden.

Wie Schwendemann deutlich machte, spielte und spielt Wasser in Staden auch in anderer Hinsicht eine bedeutende Rolle, etwa an der Mühle, die dem Mühlbach seinen Namen gab, oder an der Pferdetränkestelle neben dem heutigen Feuerwehrhaus. 1304 erhielt Staden die Stadtrechte und war im Mittelalter mehrmals jährlich Ort von Märkten. Der Absicherung der Handelswege diente die stauferische Wasserburg, deren Turm am Ortsausgang Richtung Leidhecken zu sehen ist. Auch eine Mikwe, ein von der jüdischen Bevölkerung für rituelle Reinigungen genutztes Tauchbad, ließ sich in Staden finden. Den Abschluss der Wanderung bildete ein Halt am Sauerbrunnen am Schlosspark.



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