03. März 2019, 20:47 Uhr

Spacetaxi, Plattkopp und ein gelber Sack

03. März 2019, 20:47 Uhr

Dass die Schwalheimer feiern können, ist allseits bekannt. Ein Jubiläum hier, ein Jubiläum dort – - stets bieten sie dazu besondere Veranstaltungen. Am Freitag stand nun erneut eine runde Zahl auf dem Programm: die 30. Schwalheimer Faschingssitzung. Wieder stellte der Gemischte Chor Schwalheim ein würdiges Programm auf die Beine, mit Büttenreden, Tanz und jede Menge Schunkelspaß. »Lassen Sie uns heute gemeinsam ein Feuerwerk der guten Laune abfeuern.« Mit diesen Worten begrüßte Sitzungspräsident Jürgen Freundl die Gäste.

Zum 11. Mal wurde die »Guud Stubb«, die Mehrzweckhalle, aufwendig dekoriert. Viele Gäste, darunter befreundete Vereine, waren der Einladung gefolgt. Traditionell betrat Protokoller Dieter Hahn die Bütt, stets hält er die Augen und Ohren weit geöffnet. Trump, Fußball-Nationalmannschaft und die Briten ergatterten einen Platz im Protokoll. »Ein Austritt ohne einen Deal, wäre vielen des Guten zuviel«, kommentierte Hahn den Brexit, ehe er seinen Blick auf Bad Nauheim und Schwalheim richtete. Lärmschutzwand (»Es dauerte ein ganzes Jahr, bis die Wand an der Bahn endlich fertig war«) und Kulturbahnhof (»Der Magistrat hat eine andere Idee, weil im Sprudelhof ist’s ja so schee«) waren nur zwei der örtlichen Themen.

Haar-Probleme und Müll-Frust

Hans-Jürgen Jung sorgte sich als »Plattkopp« um seine verlorene Haarpracht. Im feinsten Hessisch beklagte er sein Leid. Was habe er nicht alles schon probiert und »e Vermöche uff die Harrn geschmiert«. Ratschläge habe er sich auch geholt. Selbst ein Toupet hat der gute Jung schon probiert. Fazit: »Des Ding kemmt net mehr uff mei’ Kopp, die best’ Verwendung wär’ als Mopp.« Büttenrednerin Renate Keller ist bereits seit 30 Jahren aktiv dabei. Adrett gekleidet in einem gelben Sack, hinterfragte sie diesmal die Mülltrennung in der Stadt. Als Hausfrau sei man da frustriert, den ganzen Tag werde Müll sortiert. Doch Keller hielt auch Tipps parat: »Füllt die Säcke nicht zu prall, sonst tut es einen lauten Knall«, so die Büttenrednerin, die gleich noch dem männlichen Geschlecht einen Seitenhieb verpasste. »Die Männer, unsere ganze Wonne, die kommen in die Restmülltonne«, sagte die Frau der ersten Schwalheimer Faschingsstunde.

Eine weitere starke Frau des Abends war Waltraud Feucht. Gleich zweimal trat sie in die Bütt. Als Wirtin hatte sie einiges aus dem Alltag in der Wirtschaft zu berichten, gemeinsam mit Carmen Anthes richtete sie im Zwiegespräch den Blick auf das »dritte Brötchen«, das bei Schorsch und Lisbeth für jede Menge Unruhe im Ehealltag sorgt.

Gesanglich sorgte schließlich wieder Rainer Hartmann für Stimmung in der großen Halle. Immer ein großer Genuss: das Duo »Pianonsens« mit Hans-Joachim »Hacky« Haack und Robby Hildmann, die das Publikum mit ihrer legendären »Flaaschworschd« erfreuten und ganz besondere »Kräuter aus Amsterdam« besangen.

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