25. August 2017, 20:41 Uhr

Im Zirkuszelt

So war das Jubiläum der Marvin Dorfler Big Band

Was 1992 durch einen Lehrer am Burggymnasium begonnen hat, ist zur Erfolgsgeschichte geworden. Die Marvin Dorfler Big Band. Jetzt hatte sie ihren großen Auftritt zum 25-jährigen Bestehen.
25. August 2017, 20:41 Uhr
Läuft zu Höchstformen auf: Die Marvin Dorfler Big Band beim Jubiläumskonzert im Zirkuszelt auf der Friedberger Seewiese. (Fotos: lod)

Im Frühjahr 1992 gründete Hans Eckhardt, Lehrer am Burggymnasium, die Marvin Dorfler Big Band. Als zweites Stück überhaupt wurde damals der Jazz-Standard »Birdland« einstudiert. Und genau mit diesem Big-Band-Klassiker eröffnete die 17-köpfige Formation im Zirkuszelt auf der Seewiese ihr Jubiläumskonzert.

Zweieinhalb Stunden erlebten die Besucher die Vielfalt der Band, vom klassischen Swing und Jazz über Samba, Filmmusik und Welthits bis hin zu einer Hommage an Roger Cicero. Unterstützt wurde die Band von zahlreichen hochkarätigen Gästen, wie Bert Conzen, dem ersten Posaunisten der Bundeswehr Big Band und Decebal Badila, Bassist der SWR Big Band. Die beiden Vollprofis überzeugten mit tollen Soli, so wie Contzen bei »Somewhere over the Rainbow« aus dem Film »Der Zauberer von Oz«.

Ein Höhepunkt war der Auftritt eines Vocal-Quartetts, das vom in Ziegenberg lebenden Vocal-Coach Dr. Matthias Becker geleitet wurde. Zusammen mit Renate-Gantz-Bopp, Bettina Skottke und Sebastian Jäger sang Becker im Stil der legendären Modernaires, die in den 1940er Jahren bekannteste Swing-Vocalgruppe überhaupt, zunächst die Glenn-Miller-Kompositionen »Chattanooga Choo Choo« und »Moonlight Serenade«. Der exakte vierstimmige Gesang sorgte schon da für Begeisterungsstürme.

Im zweiten Programmteil überraschte das Quartett mit dem südamerikanischen »Aqua de Beber« und »I can’t believe, that im in love«. In den Anfangsjahren der Band dabei war Sängerin Rima Savazian, die mit einer Funky-Version von »Summertime« ebenso überzeugte wie »Stammsänger« Erik Börner mit Old Man River.

Stefan Spielberger, Kollege von Eckhardt am Burggymnasium und einstmals Sänger der Bundeswehr-Big-Band, interpretierte vier Songs des viel zu früh verstorbenen Roger Cicero, mal gefühlvoll, mal vehement mit vollem Körpereinsatz.

Immer wieder überzeugten Mitglieder der bestens aufgelegten Band mit Soli, so wie Saxofonist Philipp Harbach, der unter anderem kurzfristig den schwierigen Solopart des Phil-Collins-Hits »Against all odds« übernommen hatte. Den sollte eigentlich der erkrankte Holger Fröhlich, Leiter des Landesjugendjazzorchester Hessen, spielen. Harbach schien einen eigenen weiblichen Fanclub dabei gehabt zu haben, der ihn immer wieder lautstark feierte.

Einen »musikalischen Marathon« (Eckhardt) absolvierte Saxofonist Michael Sach auf dem 1,10 Meter hohen Kontrabass-Saxofon beim Jazzstandard »Moanin«. Beim Medley der großen Hits von Tom Jones lief dann Stefan »Spüli« Spielberger zusammen mit der Band zur Höchstform auf. Das Zelt tobte. Mit »Heartland« im Arrangement des unvergessenen Peter Herbolzheimer, mit dem die Band einmal ein Workshop absolvierte, wurde das große Finale eingeläutet. Mit »Music« von John Miles verabschiedeten sich alle musikalischen Gäste gemeinsam mit der Band. »Gibt es einen besseren Song dafür?« fragte Spielberger.

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