14. Juni 2019, 20:13 Uhr

So viele Kinder in Pflegefamilien wie nie zuvor

14. Juni 2019, 20:13 Uhr

2017 lebten in Deutschland so viele Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien wie noch nie: 81 000 Kinder waren deutschlandweit in Pflegefamilien untergebracht. Hinzu kommen 100 000 Kinder, die in Heimen lebten.

Gründe dafür nennt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch: »Immer mehr Eltern sind überfordert, vernachlässigen ihre Kinder, und zudem gibt es eine gesteigerte Sensibilität des Umfeldes, das die Jugendämter auf Fälle der Kindeswohlgefährdung aufmerksam macht.« Aktuell leben im Kreis 220 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien, hinzukommen 460 in der stationären Pflege zur Erziehung und in Eingliederungshilfen, heißt es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises. Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen in Pflegefamilien stammt nach Auskunft der Bundesregierung aus Herkunftsfamilien, die Transferleistungen beziehen, nämlich fast 80 Prozent. Mehr als die Hälfte kommt aus Haushalten, in denen ein Elternteil alleine lebt. »Das sind Werte, die auch auf den Kreis übertragbar sind«, heißt es.

Waren es 2015 noch rund 170 Kinder, sind es jetzt 220 Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien leben. Dabei haben die Pflegeeltern eine große Verantwortung. Sie erklären sich bereit, für fremde Kinder Eltern auf Zeit oder auch für immer zu sein.

»Wir haben das Pflegekinderwesen an das Projekt PETRA (Partner für Erziehung, Therapie, Research und Analyse) übergeben und damit gute Erfahrungen gemacht«, sagt Becker-Bösch.

Wer selbst Pflegemutter oder Pflegevater werden möchte, findet Informationen im Internet unter: www.projekt-petra.de.

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