03. Juli 2017, 18:27 Uhr

So geht Sommerparty

Wild ist es und laut und auf den Sitzen hält es die Gäste irgendwann nicht mehr. Wer das schafft? Die bekannte Band »Makia« beim Auftritt im Alten Hallenbad. Aber das ist noch nicht alles.
03. Juli 2017, 18:27 Uhr
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Von Harald Schuchardt
Da hält es die Gäste nicht mehr auf den Sitzen: Furios ist das Finale mit Besucherinnen und einem Besucher auf der Bühne beim Auftritt der Gruppe Makia. (Foto: lod)

Mit einer fröhlichen ausgelassenen Party endete am Samstag das erste Halbjahr der »Kulturtaucher-Reihe« im Alten Hallenbad. Bereits zum dritten Mal entlies die heimische Band »Makia« Macher und Besucher in die Sommerpause. Die sieben Musiker mit Wurzeln in Kuba, Mexico und in heimischen Gefilden sind Garanten für beste Partystimmung.

Dies wissen auch die »Kulturtaucher«-Macher um den Kulturausschussvorsitzenden Andrej Seuss. So wurden die Sitzplätze um die Hälfte reduziert. Eine gute Entscheidung, denn es dauerte genau eine halbe Minute, da tanzten die ersten Besucher schon los. Nicht lange, da hielt es kaum einen der Besucher in der ausverkauften einstigen Schwimmhalle auf den Sitzen. Angetrieben von Frontmann Raidel Bandera wurde bei südamerikanischen Rhythmen, ergänzt durch etwas Rap, Pop- und Soulelementen, ausgelassen gefeiert. »Wir wollen friedlich mit Euch Spaß haben«, meinte der gebürtige Kubaner. Den hatten Band und Besucher gleichermaßen. Sowohl vor als auch auf der Bühne war alles in Bewegung, allen voran Bandera, der als Sänger und an den Congas begeisterte. Immer wieder wirbelte er über die Bühne, trieb seine Mitspieler ebenso an, wie die tanzende, singende und klatschende Menge.

»Singt, nun singt«, rief Bandera schon beim zweiten Song, dem eingängigen »Amanccer«. Und alle sangen mit. Der Beifall und Jubel wollte kein Ende nehmen. Der galt auch den anderen Bandmitgliedern, wie dem hervorragenden Gitarristen Erick Hernandez und Antonio Mandujano am fünfsaitigen Bass. Beide Musiker wurden in Mexiko geboren, ebenso wie Gonzalo Delgado, der erst vor kurzem zur Band gestoßen ist.

Sie tanzen sich in Extase

Mit seinem vielfältigen Percussionspiel ergänzt er den Rhythmusbereich mit Marcel Hochstraßer am Schlagzeug. Trompeter Reiner Herr und Anneli Richter mit dem Saxofon sind weit mehr als nur ein »Bläserset«. Immer wieder kommen sie an den Bühnenrand, um mit Soli zu begeistern oder einfach, um die Fans weiter anzufeuern.

Irgendwann drehte ich Gitarrist Hernandez wie ein Derwisch mehrmals um die eigene Achse. Das Partyvolk tobte. Makia spielte überwiegend neue Songs, die noch in diesem Jahr auf der zweiten CD »Siente la Musica«erscheinen werden. Eigentlich sollte die CD schon am Samstag vorgestellt werden, doch es kam anders: »Das war alles doch ein wenig umfangreicher als angenommen und wir wollten da aber nichts überstürzen« sagt Saxofonistin Anneli Richter.

Gestört hat das niemanden im Alten Hallenbad. Als die Party nach zwei Stunden zu Ende sein sollte, tobte der Saal. Es folgten 20 Minuten Zugabe, zu der sich Bandera vier Besucherinnen auf die Bühne holte. Die tanzten sich fast in Extase, ebenso wie ein junger Mann, der spontan auf die Bühne sprang. Und mittendrin strahlte Bandera.

Total geschwitzt waren schließlich alle im Saal. Abkühlung gab es draußen. Es regnete. Von Sommer keine Spur, Den gab es an diesem Abend nur im Saal.

Das »Kulturtaucherprogramm« beginnt nach der Sommerpause am 20. August mit dem Benefizkonzert »Grundton D«, einer Benefizreihe von Deutschlandfunk und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Gespielt wird Gustav Mahlers »Das Lied von der Erde«. Das Konzert wird aufgezeichnet und Ende des Jahres ausgestrahlt. Das neue Programm findet man bereits im Internet unter www.aha-friedberg.info.



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