08. August 2019, 20:41 Uhr

Sinnbilder, Botschaften, Meditation

08. August 2019, 20:41 Uhr
Silvia Roedler legt vor der Ausstellungseröffnung noch mal Hand an. (Foto: cor)

Sechs Künstlerinnen des Ateliers Hohenstein sind erstmalig zu Gast in der Galerie der Trinkkuranlage. In der Ausstellung mit dem Titel »beziehungsweise« stellen Susanne Ledendecker, Silvia Roedler, Beate Hodapp, Ina Janke, Alice Stroh und Kornelia Heil bekannte und neue Werke der Öffentlichkeit vor. Gemeinsam gewähren sie ganz unterschiedliche Einblicke in ihre Arbeiten. Eröffnet wird die Ausstellung am heutigen Freitag, dem 9. August, um 19 Uhr. Alle Interessierten sind zur Vernissage eingeladen.

Die Künstlerinnen des Ateliers Hohenstein sind erstmalig in der Galerie der Trinkkuranlage zu Gast und freuen sich auf die Möglichkeit, einmal andere Räumlichkeiten nutzen zu können. Kontaktiert hat sie der Kunstverein Bad Nauheim, der nun gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Bad Nauheim einlädt. »Unser Vorstandsmitglied Johannes Lenz hat den Kontakt hergestellt«, erklärt die zweite Vorsitzende des Kunstvereins, Karin Merchel. »Uns ist es wichtig, die Räumlichkeiten auch während der Sommerzeit optimal zu nutzen und Kunstinteressierten ein Angebot zu unterbreiten.«

Das offene Atelier auf dem Hohenstein bietet seit mehreren Jahren Möglichkeiten für Begegnungen, Wahrnehmung und Austausch. Auf zwei Ebenen erstrecken sich die einzelnen »Werkstätten« von Ledendecker, Roedler, Hodapp, Janke, Stroh und Heil. Zusammengefunden haben sich die Künstlerinnen bereits 2005. Seit Gründung der Ateliergemeinschaft veranstalten sie im »Offenen Atelier« Gemeinschaftsausstellungen oder laden zu Ausstellungen mit Lesung oder Musik ein.

»In der Galerie wirken unsere Arbeiten ganz anders«, erklärt Janke. »In unserem Atelier haben wir ja alle unsere eigenen Bereiche.« Janke arbeitet mit verschiedenen Materialien, Mischtechniken und Acryl. Zu den insgesamt 64 unterschiedlichen Werken der neuen Ausstellung zählen neben Öl- und Acrylmalereien auch Collagen, Skulpturen und Stoffinstallationen. Bereits in der Rotunde wird die Harmonie der sechs Künstlerinnen spürbar. Ihre Werke stehen, dem Titel entsprechend, stimmig in einer Beziehung.

Beim Betreten der Galerie wird man zugleich auf die Skulpturen und Installationen von Roedler aufmerksam. »Im Mittelpunkt steht hier der Mensch«, erklärt Roedler. Schwebende Kleider stehen hier für unterschiedliche Rollen wie etwa Träumerin, Geliebte oder Sucherin. Zugleich symbolisiert die Skulptur einer Frau mit Flügeln Verletzlichkeit und Unvollkommenheit.

Die Werke von Hodapp laden den Betrachter dazu ein, innezuhalten und zugleich Kraft und Energie zu tanken. Ein besonderer Blickfang ist das Bild eines Schwans. Hinter dem Sinnbild verbirgt sich ein Prozess, ergänzt wird dieses durch zwei weitere Bilder.

Ledendecker konzentriert sich auf Collagen, Illustration und Malerei. Angefertigt werden diese sowohl mit dem Pinsel als auch mit Zeitungsausschnitten. Auch Heil beschäftigt sich mit der Malerei. Dabei kommt auch ein Materialmix auf dicken Leinwänden zum Einsatz. Stroh schafft in ihren Werken eine Verbindung von Meditation und Malerei. Gemeinsam mit Werken von Heil zeigt sich dies besonders deutlich im dritten Raum der Galerie. Ergänzt wird dieser Ort der Meditation durch eine Skulptur Roedlers.

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