Wetterau

Seniorenbeirat auf dem Weg

Nach längerer Pause sieht es so aus, als bekäme Ober-Mörlen bald wieder einen Seniorenbeirat. In seiner Funktion als vorsitzendes Mitglied der Gemeindevertretung konnte Gottlieb Burk in direkter Ansprache acht Bürger finden, die in dem Beratungsgremium mitwirken möchten. Diese frohe Kunde stieß im Parlament auf so viel Gegenliebe, dass alle Fraktionen ihre Zustimmung zu einer Änderung der Geschäftsordnung in Aussicht stellten, damit alle Freiwilligen mitarbeiten können. Das Thema wird jetzt im Haupt- und Finanzausschuss beraten und dem Parlament dann zur Abstimmung vorgelegt.
03. April 2019, 20:21 Uhr
Redaktion

Nach längerer Pause sieht es so aus, als bekäme Ober-Mörlen bald wieder einen Seniorenbeirat. In seiner Funktion als vorsitzendes Mitglied der Gemeindevertretung konnte Gottlieb Burk in direkter Ansprache acht Bürger finden, die in dem Beratungsgremium mitwirken möchten. Diese frohe Kunde stieß im Parlament auf so viel Gegenliebe, dass alle Fraktionen ihre Zustimmung zu einer Änderung der Geschäftsordnung in Aussicht stellten, damit alle Freiwilligen mitarbeiten können. Das Thema wird jetzt im Haupt- und Finanzausschuss beraten und dem Parlament dann zur Abstimmung vorgelegt.

Parteipolitisch neutral

Wie Burk erläuterte, sehe die aus dem Jahr 2010 stammende Geschäftsordnung für den Seniorenbeirat drei Vertreter aus Parlamentsreihen plus vier von der Gemeindevertretung zu wählende Bürger vor. Er schlug vor, den Passus um das Wörtchen »mindestens« zu erweitern, damit die Mitgliederzahl nicht auf vier Personen aus der Bevölkerung beschränkt bleibe. Die acht Interessierten könnten dann en bloc von der Gemeindevertretung gewählt werden.

Sie hätten gerne alle Interessierten dabei, unterstrich Dr. Matthias Heil für die CDU-Fraktion, und auch Achim Glockengießer (SPD) sagte, dass die Anzahl kein Problem sei. Bei dieser Gelegenheit könne man die alte Satzung gleich komplett unter die Lupe nehmen.

Grünen-Abgeordneter Andreas Klenner ergänzte, dass man auch die auf drei beschränkte Zahl der Parlamentsvertreter im Seniorenbeirat überdenken könne. »Damit sind wir als kleinste Fraktion automatisch ausgeschlossen.« FWG-Chef Jürgen Schneider begrüßte die Wiederbelebung des Beratungsgremiums und dessen personeller Erweiterung als Beitrag zur Meinungsvielfalt.

Laut Geschäftsordnung vertritt der Seniorenbeirat die Interessen der über 60-jährigen Bürger, ist unabhängig, parteipolitisch neutral, konfessionell nicht gebunden und kann in Abstimmung mit dem Gemeindevorstand in eigener Verantwortung im Bereich der Seniorenarbeit tätig werden. Das Beratungsgremium hat das Vorschlagsrecht in »allen wichtigen Angelegenheiten, die Senioren in besonderer Art und Weise betreffen«. Gemeindevorstand und Ausschüsse hören den Seniorenbeirat zu relevanten Themen auf der Tagesordnung an.

Die Amtszeit des Seniorenbeirats richtet sich nach der Legislaturperiode der Gemeindevertretung, die Beiräte wählen in ihrer konstituierenden Sitzung nach Benennung durch das Parlament einen Vorstand aus Vorsitz, stellvertretendem Vorsitz und Schriftführung.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Seniorenbeirat-auf-dem-Weg;art472,573289

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