21. November 2018, 19:12 Uhr

Selbst Hertel wundert sich

Warum nicht Kita und Gerätehaus in einem? Durch eine Kombination der anstehenden Ilbenstädter Großbauprojekte könnte die Stadt viel Geld sparen, ist sich die CDU sicher. Das aber sehen SPD und Linke ganz anders – das wunderte selbst Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel.
21. November 2018, 19:12 Uhr

Von Udo Dickenberger , 1 Kommentar
Auf dem Hartplatz könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, vermutet die CDU. Zur Debatte darüber, ob sich das Gelände für einen kombinierten Bau mit Kita und Feuerwehrgerätehaus anbietet, kommt es aber nicht. (Foto: udo)

Die CDU hatte für die Parlamentssitzung am Dienstag den Antrag gestellt, zu überprüfen, ob durch eine Kombination der anstehenden Ilbenstädter Großbauprojekte Geld gespart werden könnte. Die Mehrheit aus Sozialdemokraten und Linken lehnte diesen Vorschlag, den der von ihnen unterstützte parteilose Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel ausdrücklich befürwortete, aber ohne große Diskussion ab.

SPD-Fraktionssprecher Achim Saßmannshausen begründete die Ablehnung damit, die Standorte des zu sanierenden Bürgerhauses und der neuen Kindertagesstätte könnten nicht ständig wieder neu diskutiert werden. Rolf Lamade (Linke) stimmte zu und wies auf die mindestens 15-jährige Diskussion um die Bürgerhaussanierung hin. Jetzt müsse endlich etwas getan werden. Im Publikum löste das Verhalten der rot-roten Mehrheit Unmutsbekundungen aus. »Hier geht es wieder einmal nicht um Niddatal, sondern um das sture Einhalten der Doktrin«, befanden Bürger.

Hinsichtlich der Sanierung des Bürgerhauses und der Errichtung eines kommunalen Kindergartens im Kloster bleibt es damit bei den geltenden Beschlüssen – auch wenn der erforderliche Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Ilbenstadt eine neue Herausforderung darstellt. Der Umbau war von den Aufsichtsbehörden nicht genehmigt worden.

Der gescheiterte CDU-Antrag (siehe Artikel rechts) hätte den Magistrat beauftragt, Möglichkeiten der Kombination und Zusammenlegung der einzelnen Bauvorhaben zu prüfen, um damit beim Bau und bei der Betreibung Geld zu sparen. Der CDU-Fraktionssprecher Gerhard Einhoff begründete den Vorstoß mit der Notwendigkeit von Synergieeffekten in schlechter werdenden Zeiten. Florian Porth (CDU) ergänzte, durch die Notwendigkeit des Gerätehausneubaus habe sich gegenüber früheren Beschlüssen alles geändert. Die gemeinsame Verantwortung erfordere neue Lösungen.

Feuerwehr offen für CDU-Idee

Sogar Hertel begrüßte den »erfreulichen Augenblick, dass alle an einem Strang ziehen und sich in einer Richtung bewegen«. Er meinte, jetzt könne »eine große Lösung zustande kommen«. Doch in dieser Einschätzung hatte er sich gründlich getäuscht.

Es stellte sich heraus, dass einerseits der Magistrat (in Gesprächen mit der Feuerwehr) und andererseits die CDU unabhängig voneinander zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren. Demnach steht die Haltung von SPD und Linken im Widerspruch zu dem, was die Feuerwehrexperten im Ort als beste Lösung erkennen.

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