21. Januar 2019, 20:17 Uhr

Sechsfache Freude in Schwalheim

21. Januar 2019, 20:17 Uhr
1800 Euro für den guten Zweck: Die Vertreter von sechs Institutionen erhalten Spenden vom Schwalheimer Vereinsring. (Foto: cor)

Seit fast 30 Jahren veranstalten die Mitglieder des Vereinsrings Schwalheim ihren Weihnachtsmarkt auf dem Buxtonplatz. Jahr für Jahr spenden sie den Überschuss der Einnahmen an gemeinnützige und karitative Institutionen. Traditionell wurden die Spenden nun am Sonntag in der Mehrzweckhalle übergeben. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Henriette und Katharina Auel, die mit klassischen Werken am Klavier die Gäste beeindruckten.

Über 50 000 Euro wurden in knapp drei Jahrzehnten bereits gespendet. 1800 Euro kamen 2018 zusammen, und die wandern nicht in die Kasse des Vereinsrings. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass ein gesamter Überschuss ausgeschüttet werde, betonte Ortsvorsteher Klaus Englert. Wie viele weitere Vertreter bedankte sich auch er bei den Vereinen für ihr Engagement. Auch Vereinsring-Vorsitzender Dieter Hahn sprach seinen Dank aus. Er hob den SV Germania Schwalheim hervor. Als wetterbedingt 2018 eine Absage des traditionellen Kartoffelfestes gedroht hatte, stellten die Fußballer spontan ihr Vereinsheim zur Verfügung. »Wir wären sonst auf vielen Kosten sitzen geblieben«, sagte Hahn.

Schließlich würdigte er noch weitere Mitglieder, die sich in besonderer Weise beim Weihnachtsmarkt engagiert hatten – neben anderen Hans-Jürgen Jung, Otto Luzius und Franz Dietrich. Organisation und Umsetzung bis hin zum Abbau, die drei Herren hätten für die Veranstaltung anstrengende Arbeiten übernommen. Ein weiteres Lob richtete Hahn an Thomas Emich, der als Kassenwart die Finanzen im Blick halte. Viel Unterstützung habe der Vereinsring auch seitens der Stadt Bad Nauheim erhalten. Den Mitmenschen etwas Gutes tun, und das gleich in siebenfacher Hinsicht, das lobte auch Bürgermeister Klaus Kreß. Mit viel Zeitaufwand und Herzblut sei der Schwalheimer Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt worden.

Gleich sechs Institutionen, die jede Unterstützung benötigen können, werden schließlich mit Spenden bedacht: der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Gießen-Marburg, die Igelhilfe, das Karl-Wagner-Haus, die Wettertalschule, die Kita »Pusteblume« und die Notfallseelsorge Wetterau. Ihre Vertreter nahmen jeweils zwischen 200 und 500 Euro entgegen. Im Karl-Wagner-Haus fließt die Spende in die Holzwerkstatt, die Wettertalschule wird die Spende in die Bewegung investieren, die Kinder dürfen sich schon bald über neue Bälle und Rollbretter freuen. Die Kita »Pusteblume« möchte das Projekt »Kita macht Musik« intensivieren.

»Igelvadder« Otto Luzius verwies auf die bedrohliche Situation der Igel, unter anderem durch verseuchte Bodeninsekten. »Wasser und Katzenfutter hinstellen, die Igel nehmen das dankend an«, riet Luzius.

Wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist, verdeutlichten auch die Vertreter der Notfallseelsorge und des Kinderhospizdienstes. Während aktuell zwölf ehrenamtliche Notfallseelsorger in der Wetterau aktiv sind, betreut der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Gießen-Marburg in einem Umkreis von 50 Kilometern Familien erkrankter Kinder.

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