03. Mai 2019, 19:57 Uhr

Schulstunde auf der Streuobstwiese

03. Mai 2019, 19:57 Uhr
Ausgerüstet mit Spaten, Hacken und Schaufeln bringen die Jugendlichen auf der Streuobstwiese am Ortsrand sieben neue Obstbäume in die Erde. (Foto: pv)

Während anderswo Schüler am »Fridays for Future« bei Demonstrationen auf den Straßen ihren Unmut gegen die Klimapolitik äußerten, bewiesen 15 Mädchen und Jungen der Limesschule, dass man durch eigenes Handeln einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Ausgerüstet mit Spaten, Hacken und Schaufeln brachten die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 unter Anleitung von Lehrer Reinhard Kaiser auf der Streuobstwiese am Ortsrand sieben neue Hochstamm-Obstbäume in die Erde. Durch ihre Arbeit leisteten die Limesschüler einen Beitrag zur Erhöhung des ökologischen Spektrums. »Um die schuleigene Streuobstwiese auf Dauer zu erhalten, sind Neupflanzungen unbedingt nötig, da sich noch große Lücken im Gesamtbild der Streuobstwiese auftun und die Bestände insgesamt überaltert sind«, begründete Kaiser den Einsatz der Projektgruppe.

Damit die Gewächse gut gedeihen, waren entsprechend tiefe Pflanzlöcher vorbereitet worden, in die die Bäume gesetzt und Baumpfähle gerammt werden mussten, damit die noch jungen Stämmchen Halt haben und gerade wachsen. Natürlich wurden die Bäume noch kräftig angegossen, damit sie gut einwurzeln. »Wir merken gar nicht, dass wir in der Schule sind«, sagten die Schüler, die sichtlich Spaß an der Sache hatten. Bei diesen ersten Gehölzen, die den Auftakt für die Neubepflanzung darstellen, handelt es sich um fünf Apfel- und zwei Birnbäume. Die Früchte ihrer Arbeit können die Schüler eines Tages ernten. »Ich fände es toll, wenn wir die Äpfel, die hier hoffentlich bald wieder wachsen, in der Schul-Cafeteria verarbeiten würden«, äußerte Jan-Luca Ullrich, während er sich auf den Spaten stützte. Der 16-Jährige ist einer von 15 Schülern, die sich freiwillig für die Streuobstwiesen-Gruppe meldeten.

Einen Obstbaum fachmännisch pflegen zu können sei eine große Herausforderung, meinte Kaiser. »Wir haben außerdem eine noch eine Spezialsaatmischung ausgebracht, die in ein paar Wochen die Wiese zum Erblühen bringen soll«, erzählte Ullrich. Auch mit selbst gebastelten Nisthilfen soll der Vielfalt auf der Grünfläche Vorschub geleistet werden. »Es soll dauerhaft eine Streuobstbaumwiese werden, die nicht nur Früchte bringt, sondern auch Lebensraum für Insekten, Vögel und weitere Lebewesen bietet«, sagte Kaiser.

Finanziell hat der Wetteraukreis die Pflanzaktion unterstützt.

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