19. März 2019, 20:41 Uhr

Schüler machen Frühjahrsputz

19. März 2019, 20:41 Uhr
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Aus der Redaktion

Plastik von der Verpackung bis zur Trinkflasche, Papier vom Kaffee-to-go-Becher bis zum Pizzakarton, Fahrräder und vergammeltes Fleisch räumten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen während eines Umweltaktionstages der Projektwoche auf den Wegen rund um die Schule weg. Insgesamt 120 Kilo Müll kamen zusammen.

»Was für ein Dreck«, urteilten die Sechstklässler der Bertha-von-Suttner-Schule. Sie staunten über das, was sie aus den Hecken, den Wegrändern und der Uferböschung entlang ihres täglichen Schulweges an Weggeworfenem bargen. Insgesamt 120 Kilogramm Müll, darunter Folienverpackungen, Plastikhalme, Dosen, Flaschen, Kaffee-to-go-Becher, Pizzakartons und allerlei anderen achtlos in der freien Natur entsorgten Unrat sammelten die Mädchen und Jungen bei ihrer Säuberungsaktion. Die spektakulärsten Funde waren zwei komplette Fahrräder in unterschiedlichem Erhaltungszustand sowie ein gerahmtes Bild, der unappetitlichste eine große Lebensmitteltüte voll abgepacktem Fleisch, deren Besitzer offenbar den Weg zur Mülltonne nicht gefunden hatte.

Greifzange und Handschuhe

Ausgerüstet mit Greifzangen und Handschuhen, Eimern und Müllsäcken waren alle Schülerinnen und Schüler der insgesamt sechs Klassen des Jahrgangs rund eineinhalb Stunden lang unterwegs, um die Wege zwischen Bahnhof und Schulgelände »frühjahrsfein« zu machen, informiert die Schule. Unterstützt wurden sie dabei von den Mitarbeitern des Bauhofs, die die vollen Säcke abtransportierten.

Die Aktion war Teil einer Unterichtseinheit, in der sich die Kinder mit verschiedenen Umweltthemen befassten und folgerichtig auch vor Ort praktischen Umweltschutz anwenden wollten und sollten. Dass sie sich mit dieser Aktion und deren Ergebnis in erster Linie selbst etwas Gutes getan haben, darauf wies Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) hin, der den fleißigen Nachwuchsumweltaktivisten dankte und ihnen die Problematik der wilden Müllentsorgung eindringlich vor Augen führte: Allein im vergangenen Jahr mussten die Bauhofmitarbeiter rund 100 Tonnen Abfall einsammeln, die illegal in Feld und Wald, auf Straßen und Wegen der Nidderauer Gemarkung deponiert worden waren.

Dass eine verdreckte Umgebung nicht schön ist und darüber hinaus Mensch und Tier gesundheitlichen Schaden zufügen kann, haben die Schüler erkannt. Außerdem ist mit ihrer Aktion ihr Blick geschärft worden für den eigenen kleinen Beitrag, den jede und jeder zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt leisten kann.



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