03. Juli 2019, 19:11 Uhr

Schlachtbetriebe bestehen Prüfung

03. Juli 2019, 19:11 Uhr

Die Landesregierung hat die Landkreise und kreisfreien Städte angewiesen, bis zum 30. Juni alle Schlachtbetriebe zu überprüfen. Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD): »Wir sind schon vor Fristablauf mit der Prüfung fertig.« Und das wichtigste: In der Wetterau gab es nur gute und sehr gute Prüfungsergebnisse.

Seit 2009 benötigen Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe eine EU-Zulassung. Ausgenommen sind Betriebe, die nicht selbst schlachten, sondern lediglich Fleisch zerlegen, Fleischerzeugnisse herstellen und diese zu mehr als 66 Prozent über die eigene Ladentheke vermarkten. Auch Betriebe, die in geringem Umfang Geflügel und Hasentiere selbst schlachten und regional vermarkten sowie Hausschlachtungen für den Eigenbedarf benötigen keine Zulassung.

Im Wetteraukreis gibt es 40 EU-zugelassene Betriebe, die Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen schlachten. Dies ist im Vergleich zu den anderen Kreisen in Hessen die Spitzenposition. Es handelt sich um kleinere und mittlere Schlachtbetriebe und Metzgereien, Direktvermarkter sowie um den Genossenschaftsschlachthof in Büdingen. Die Überprüfung nimmt der Fachdienst Veterinärwesen, Infektions- und Verbraucherschutz beim Wetteraukreis vor. »Die Prüfung hat ein sehr gutes bis gutes Ergebnis gebracht. Der Tierschutz beim Schlachten und die Hygiene sind sicher im Wetteraukreis«, sagt Gesundheitsdezernentin Becker-Bösch.

Auf die Schlachtbetriebe kommen neue Vorschriften zu. Ab 8. Dezember müssen die Betriebe eine Elektrobetäubungsanlage besitzen, die bei jeder Betäubung Stromstärke und Haltedauer dokumentiert. Das erleichtert die Überwachung, ein Beitrag zum tierschutzgerechten Schlachten werde dadurch geleistet.

Der überwiegende Teil der 40 Betriebe muss diese neue und teure Betäubungsanlage noch erwerben, um die EU-Zulassung zu behalten und weiter Schweine schlachten zu können. »Die Kosten, die zur Erfüllung der Vorgaben des Labels bei den Tierhaltern und Schlachtbetreiben anfallen, werden die Verbraucher mittragen müssen«, sagt Becker-Bösch. »Dennoch: Tierschutz ist Verbraucherschutz. Ich hoffe sehr, dass unsere Schlachtbetriebe trotz der Kostenbelastung weiter ihre Arbeit auf dem jetzt überprüften hohen qualitativen Niveau ausüben werden.«

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