14. Juli 2019, 18:08 Uhr

SPD für mehr Kultur im Burggarten

14. Juli 2019, 18:08 Uhr
Die Mitglieder von Fraktion und Vorstand der Friedberger SPD beim Gruppenbild im Burggarten. Die Forderung, den Ort öfter zu »bespielen«, weckt Erinnerungen. (Foto: pv)

Zur Aktualisierung der Fotos von Fraktion und Vorstand versammelten sich die Friedberger Sozialdemokraten unlängst am idyllischsten Ort der Kreisstadt - im Burggarten. Die einzigartige Grünanlage, auch als »Balkon der Wetterau« bekannt, war jüngst wieder einmal Schauplatz eines Musikkonzerts - und erinnert die SPD an einen Streit, der vor zwölf Jahren in der Stadtverordnetenversammlung ausgetragen wurde.

2010 war der Burggarten von der zuständigen Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen für mehr als eine Million Euro aufwendig restauriert worden. Die damals neu entstandene Anlage, die mehr einem Park als einem Garten ähnelt, erinnert an die gestalterische Ausführung, die auch bereits einem Plan von 1792 zu entnehmen ist.

Damals war der Graben südlich der Brücke zum Schloss offenbar mit Wasser gefüllt. In diesem Areal liegt heute die Naturbühne, die vor der Generalrenovierung, wie der gesamte Burggarten, Schauplatz von beeindruckenden Großveranstaltungen war. Nach jüngster Facebook-Meinung von Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) sollte »dieses schöne Fleckchen unserer Stadt öfter bespielt werden«. »Richtig«, schreibt der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus-Dieter Rack. »Das meint auch die Friedberger SPD, und zwar nicht erst seit gestern.«

Denn: Mehr kulturelle Veranstaltungen auf der Naturbühne des Burggartens, »das hätte das jetzige Stadtoberhaupt längst haben können«, sagt Rack.

Beschluss der »Jamaika-Koalition«

Zur Erinnerung: Es war zu Zeiten von Bürgermeister Michael Keller (SPD), als die damalige »Jamaika-Koalition« in der Stadtverordnetenversammlung, angeführt von der CDU, einer Beleuchtung des Burggartens eine Absage erteilte. Selbst die vorgeschlagene Verlegung von Leerrohren für eine spätere Installations-Nachrüstung fand keine Zustimmung bei CDU, Grünen und FDP - gegen das Votum der SPD. Rack: »Folglich waren Abendveranstaltungen im Burggarten seither so gut wie nicht mehr möglich.« Eine Fehlentscheidung, meint die SPD, und eine verpasste Chance, diesen stimmungsvollen Ort schon seit Jahren besser zu beleben und zu »bespielen«.

Die SPD habe diese Absicht schon vor zwölf Jahren verfolgt, und sie wäre damals, schreibt Rack abschießend, »gewiss kostengünstiger ausgefallen als eine mögliche Nachrüstung heute oder morgen.«

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