18. Oktober 2018, 21:27 Uhr

Rockmusik mit Haltung

18. Oktober 2018, 21:27 Uhr
Betreuter Rock (v. l.): Die »alten Hasen« Cede Weber, Thomas Küchenmeister und Jörg Karl und der neue Gitarrist Sebastian Roth mit ihrem ersten Live-Album, das sie am Samstag in der »Galerie« vorstellen. (Foto: Schuchardt)

Musik ist eine Frage der Haltung. Man kann Popsongs covern und dabei eine gewisse musikalische Klasse erreichen. Das ist nett, aber es bleiben doch stets Popsongs, ausgeliehene, massenkompatible Musik, wenig originell. Eine Band, die schon bei ihrer Gründung vor 30 Jahren auf den eigenen Spirit und die eigenen Songs setzte, ist die Friedberger Formation Emerald Lies. Ihr Markenzeichen ist der »Sophisticated Rock«, was man mit »ausgefallene« oder »ambitionierte Musik« übersetzen kann. Wie das klingt, zeigt die erste offizielle Live-CD der Band, die am Samstag in der »Galerie« in der Usagasse vorgestellt wird.

Pünktlich zum 30-jährigen Bestehen präsentiert die mittlerweile vierköpfige Band ihre erste offizielle Live-CD mit dem Titel »Different View – Live in Art of June«. Aufgenommen wurde das Konzert im Dezember 2016 im Recording-Room der »Art of June«-Studios in Frankfurt, in denen bereits die ersten beiden Alben der Band aufgenommen wurden.

»Es handelt sich um ein echtes, ungeschminktes Live-Album ohne Overdubs, wodurch die Originalatmosphäre des Konzertes weitestgehend beibehalten werden konnte«, sagt Drummer und Sänger Claus »Cede« Weber. Damit ist Emerald Lies ein authentisches Zeitdokument von ihrem ersten Konzert als Quartett gelungen, das mit über 78 Minuten Spieldauer einen respektablen Querschnitt aus den beiden Studioalben liefert und weiterhin mit zwei bisher unveröffentlichten Titeln aufwartet.

Der Rock der wilden Siebziger

Emerald Lies wurde 1988 gegründet. Von Anfang an spielte die dreiköpfige Band satten Rock der 70er Jahre, mit harten Gitarrenriffs, treibenden Beats und variantenreichen Bassläufen. Musikalische Vorbilder sind bekannte Rockgrößen wie die kanadische Band Rush, die frühen Alben von Genesis oder die Progressive-Rocker von Marillion. Längst hat die Band ihren eigenen, unverwechselbaren Sound geschaffen, bei dem die E-Gitarre noch E-Gitarre sein darf, der Verzerrer seinem Namen gerecht wird, der Drummer dafür sorgt, dass die Bauchmuskulatur der Zuhörer Purzelbäume schlägt und der Bassist Riffs spielt, bei denen man schwindelig werden könnte. Eben echte, handgemachte Mucke mit Wucht und viel Gefühl.

Ende der 1980er Jahre war dann erstmals Schluss, bis Weber, Gitarrist Thomas Küchenmeister und Bassist Jörg Karl 2008 fanden, es sei Zeit für eine Reunion. Mittlerweile ist Sebastian Roth als zweiter Gitarrist bei der Band eingestiegen und fügt sich dank juveniler Fingerfertigkeiten bestens ein.

Die Spannbreite der Musik reicht von Gänsehaut-Balladen bis zu wuchtigen Hardrock-Nummern. Stilistisch fühlt man sich um ein paar Jahrzehnte zurückversetzt, dennoch klingt die Musik frisch und aufregend.

Wer Emerald Lies live sehen will: Am morgigen Samstag, 20. Oktober, kann man die Band in der Friedberger Gaststätte »Galerie« in der Usagasse erleben. Die Musiker werden auch einige Stücke in akustischen Versionen darbieten. Die »Galerie« öffnet um 20 Uhr ihre Pforten, Beginn des Konzerts ist um 21 Uhr. Der Eintritt ist frei. Infos über die Band gibt’s unter www.emerald-lies.de.

Die WZ verlost drei Exemplare des Live-Albums »Different View – Live in Art of June« von Emerald Lies. Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort »Emerald Lies« an die WZ schicken (redaktion@wetterauer-zeitung.de) und auf die Geschicke der Glücksfee hoffen. Einsendeschluss ist 25. Oktober.

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