28. März 2019, 11:00 Uhr

Rewe-Logistikzentrum

Rewe-Logistikzentrum: Verkehrsbelastung als Streitthema in Wölfersheim

25 Prozent der Lkw des geplanten Logistikzentrums sollen laut Prognosen durch die Ortslagen fahren. Die Wölfersheimer Grünen wollen das verhindern.
28. März 2019, 11:00 Uhr
Laut Regierungspräsidium Darmstadt gibt es noch Probleme mit dem Bebauungsplan zum Rewe-Logistikzentrum. (Foto: nic)

Warum ausgerechnet Berstadt? Die Frage ist oft gestellt worden, seit bekannt geworden ist, dass Rewe dort ein Logistikzentrum auf den Acker stellen will. Eine Antwort vonseiten des Konzerns war stets: wegen der Autobahnanbindung. Das geplante Lager soll an der A 45-Auffahrt stehen. Die Lkw, die sich von Berstadt aus auf den Weg machen werden, um Märkte in ganz Hessen sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz und Bayern zu beliefern, können direkt auf die Autobahn fahren.

Darüber, wie sich der Verkehr durch das Logistikzentrum verändern wird, gibt es Prognosen und Gutachten. So sei damit zu rechnen, heißt es in einer schalltechnischen Untersuchung eines Gutachters zur Bauleitplanung des Logistikzentrums, dass im Jahr 2025 751 Lkw-Fahrten (pro 24 Stunden) jeweils im Ziel- und Quellverkehr zu erwarten seien. Insgesamt, das sagt auch Rewe, sei also mit 1500 Lkw-Bewegungen (Rewe-eigene und Zulieferer) pro Tag zu rechnen. Was den Pkw-Verkehr angeht, rechnet man mit 2000 Bewegungen pro Tag (durch Mitarbeiter).

In der Untersuchung heißt es zudem: Bei den Lkw verteilen sich 75 Prozent der Fahrten in Richtung Autobahn und 25 Prozent in Richtung Ortschaften.

 

Forderung: Radwegenetz anbinden

Diese Angaben hat die Grünen-Fraktion im Gemeindeparlament nun zum Anlass genommen, um einen Antrag zu stellen. Zwar spricht sich die zweiköpfige Fraktion weiterhin gegen den Bau des Logistikzentrums am Standort Berstadt aus, dennoch, sagte Michael Rückl: »Wenn der Standort kommt, ist die Welt nicht zu Ende, dann geht es weiter. Deswegen muss man auch Fragen zu den Konsequenzen stellen.« Und eine Konsequenz ist eben der Verkehr. Es sei anzunehmen, heißt es in einem Antrag, dass der Hauptteil der 25 Prozent durch Wölfersheim fahren wird. »Das sollte aus Wölfersheimer Sicht nicht akzeptiert werden.«

Deswegen fordern die Grünen den Gemeindevorstand mit dem Antrag dazu auf, mit den Verantwortlichen des Rewe-Konzerns in Verhandlungen zu treten – um den Lkw-Verkehr, der auf die Inbetriebnahme des Logistikzentrums folgen wird, so weit wie möglich aus der Wölfersheimer Ortslage herauszuhalten. Zudem soll der Gemeindevorstand Verhandlungen mit dem Ziel aufnehmen, dass Rewe den geplanten Standort an das bestehende Radwegenetz anschließt.

Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen, da auch die SPD-Fraktion dafür stimmte. CDU und FWG wollten das Thema in den Ausschuss verweisen, was abgelehnt wurde. Bei der Abstimmung zum eigentlichen Antrag enthielten sie sich daher.

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