10. Dezember 2018, 09:30 Uhr

Evangelische Stadtkirche

Regenschutz: Weihnachtsbuden werden in der Kirche aufgebaut

Zum 37. Mal lud die Evangelische Kirchengemeinde zum karitativen Weihnachtsmarkt ein. Zeitweise flüchteten die Aussteller vor den Windböen in die Kirche.
10. Dezember 2018, 09:30 Uhr
Zum traditionellen Gruppenfoto auf der Treppe des Brautportals kommen Vertreter aller beteiligten Gruppen zusammen.

Jede Menge Sturmböen waren der Grund dafür, dass der 37. Weihnachtsmarkt, den die evangelische Kirchengemeinde am Samstag auf den südlichen Stadtkirchenplatz ausrichtete, etwas anders verlief als geplant. Schon beim Aufbau am Morgen wurden Pavillons weggerissen.

 
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Ein halbes Dutzend der 28 im sozialen und karitativen Bereich tätigen Gruppen bauten ihre Stände wieder ab oder gar nicht erst auf, zwei suchten Schutz im Bogen neben dem Stadtkirchen-Haupteingang. Spontan wurde beschlossen, dass die Gruppen, die keine Heißgetränke verkaufen, in der Kirche ihre Stände aufbauen konnten.

Hier lädt ohnehin alljährlich das Diakonie-Café zum Verweilen und Aufwärmen ein. »Früher fand in der Kirche auch alles Mögliche statt«, meinte Friederun Hollender vom »Café Care« des Seniorenbeirats. »Jesus hätte die Händler allerdings rausgeschmissen«, meinte ein anderer Besucher lachend.

Knapp 20 Anbieter trotzten draußen dem Wetter. »Wir halten durch«, meinte Johannes Hartmann vom Internationalen Zentrum, während die Marktglocke, die kleinste Glocke im Stadtkirchengeläut, das Marktgeschehen einläutete. Da schien sogar mal kurz die Sonne, als Pfarrerin Susanne Domnick bei der Eröffnungszeremonie auf der Treppe vor dem Brautportal zunächst den Nikolaus (Christof Zeh) und alle Vertreter der Gruppen sowie eine große Zahl an Ehrengästen begrüßte. Gekommen waren unter anderem Landrat Jan Weckler, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Erste Stadträtin Marion Götz, Bürgermeister Dirk Antkowiak, Ortsvorsteher Norbert Simmer und Dekan Volkhard Guth.

Gebäck aus Syrien

Kurz stellte Domnick das Projekt vor, dem alle teilnehmenden Gruppen in diesem Jahr einen Teil ihres Erlöses spenden werden. Es ist dies der Ökumenische Eine-Welt-Kreis, der einmal im Monat nach den Gottesdiensten fair gehandelte Waren aus den Ländern des Südens verkauft und in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert (die WZ berichtete). Nach und nach bat Domnick die Vertreter aller Gruppen zum Gemeinschaftsfoto auf die Treppe. Mit dabei waren auch die Ehrengäste und der Nikolaus, der anschließend an die Kinder Süßigkeiten verteilte.

Jan (l.) und Leo verkaufen selbstgebackene Plätzchen.
Jan (l.) und Leo verkaufen selbstgebackene Plätzchen.

Beim Rundgang konnten sich die Gäste ein Bild vom bunten Angebot, aber auch von den unterschiedlichen Aktivitäten der Gruppen machen. Schon traditionell hatte ein Gruppe mit Flüchtlingen aus Syrien neben Gebäck aus ihrer Heimat auch Plätzchen gebacken. Weihnachtsgebäck gab es ferner am »Mini-Verkaufsstand« des evangelischen Kindergartens Kaiserstraße, wo die beiden vier Jahre alten Jan und Leo Plätzchen anboten.

Groß war die Auswahl an vorweihnachtlicher Dekoration sowie Arbeiten aus Holz und anderen Materialien. Mollig warm war es dank offenem Feuer in der Jurte der Pfandfinderschaft VCP. Hier konnte man sich auch mit herzhafter Kartoffelsuppe oder mit Kartoffelpuffern und frischen Waffeln wärmen. Am Nachmittag waren in der Stadtkirche »Offenes Singen« und ein Singspiel des Kinderchors unter der Leitung von Kantor Ulrich Seeger angesagt.

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