18. September 2019, 19:08 Uhr

Radfahren komfortabler machen

18. September 2019, 19:08 Uhr
Sie wollen die Wetterau zur Radregion weiterentwickeln (v. l.): Christine Jäger (SPD), Sebastian Wysocki (CDU) und Rouven Kötter (SPD). (Foto: pm)

Die Koalition von CDU und SPD im Wetteraukreis hat für die kommende Kreistagssitzung einen Antrag zur Förderung des Radverkehrs eingereicht. Die drei Bausteine »Bewusstseinswandel«, »begleitende Infrastruktur« und »Radwege-Ausbau« umfassen ein umfangreiches Maßnahmenpaket: Sichere Abstell- und Lademöglichkeiten für E-Bikes, Reparaturstationen, digitale Routenangebote, fahrradfreundliche Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen und viele weitere Punkte sollen dazu beitragen, den Wetteraukreis zur »Radregion Wetterau« weiterzuentwickeln. Auch der vom Regionalverband FrankfurtRheinMain angeregte Radschnellweg FRM6 aus der Wetterau nach Frankfurt soll unterstützt werden. Rad fahren soll sicher, komfortabel und direkt möglich sein. Gleichzeitig sollen die alltäglichen und touristischen Ziele und Naherholungsbereiche attraktiv angebunden sein.

Jährliche Fahrradkonferenz

»Die Nutzung des Fahrrades zum beruflichen Pendeln und zu Freizeitzwecken rückt zunehmend ins gesellschaftliche Bewusstsein, ist gesund, klimaschonend und entlastet die stark strapazierten Verkehrsträger Straße und Schiene« sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Jäger. »Wir haben daher bei unserer Fraktionsklausur im letzten Jahr beschlossen, dass wir dieses Thema gemeinsam mit unserem Koalitionspartner anpacken wollen.« Anschließend sei über mehrere Monate in einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von »Mobilitätsfachmann« Rouven Kötter an dem Antrag gearbeitet worden. Danach habe man den Entwurf mit der CDU beraten, habe dort offene Türen eingerannt und weitere Anregungen und Ideen für das Konzept erhalten. »Dieser Antrag ist ein großer Wurf für die Wetterau und soll nachhaltig und dauerhaft dafür sorgen, dass Rad fahren bei uns attraktiver, sicherer und schneller funktioniert«, sagt Jäger.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Sebastian Wysocki sieht in dem Antrag einen richtungsweisenden Handlungskatalog: »Der Trend zum Fahrrad ist vor allem durch den E-Bike-Boom angestiegen und überall spürbar. Dieses wichtige Thema wollen wir aktiv gestalten und angehen.« Kreistagsabgeordneter Rouven Kötter (SPD) ist im Hauptamt beim Regionalverband FrankfurtRheinMain Mobilitätsdezernent und somit auch für den Radverkehr verantwortlich. Er sieht beste Voraussetzungen für die Wetterau: »Die Mobilität unterliegt aktuell einem rasanten Wandel, der insbesondere durch die Digitalisierung, den Bevölkerungszuwachs und den Klimawandel geprägt ist. Gleichzeitig erleben wir einen Boom des Radverkehrs, der eine große Chance bietet, wenn wir ihn als Politik begleiten, fördern und unterstützen. Dieser Prozess ist nicht innerhalb weniger Wochen abzuarbeiten, aber er sollte schnell und zielstrebig angegangen werden. Er muss unverzüglich beginnen, um das ›Fenster der Möglichkeit‹ zum nachhaltigen Ausbau der Fahrradinfrastruktur im Wetteraukreis zu nutzen, bevor es sich wieder schließt.«

»Die erste Wetterauer Fahrradkonferenz im Juni dieses Jahres war ein richtiger und wichtiger Schritt«, sagt Wysocki. »Die vorgestellte Fortschreibung des Radverkehrsplanes ist eine hervorragende Grundlage für die weitere Arbeit. Wir wollen, dass die Fahrradkonferenz ab sofort jährlich stattfindet, um über aktuelle Entwicklungen zu unterrichten und die Vernetzung der Akteure in diesem Bereich zu fördern. Wir wollen und werden beim Thema Radverkehr am Ball bleiben.«

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